Humanismus = Satanismus

eine steile These? Mitnichten! Noch nie wurde der Ursprung des Humanismus so offenbar wie in unserer Zeit.

Der Humanismus ist ein Gegenentwurf zum Gottglauben. Er ist in seiner Ethik eine Art Christentum, aber ohne Gott. Der Mensch ist darin der Maßstab aller Dinge, nicht die göttlichen Weisungen, die uns in der Bibel überliefert sind. Nun könnte man meinen: Wo ist das Problem? Es kommt doch aufs Selbe raus.

Genau das tut es eben nicht.

Unsere Gesellschaft ist durchsetzt mit Humanismus, selbst das Kirchenchristentum ist durchsetzt mit Humanismus. Er hat sich wie ein Schimmelpilz in sämtliche Strukturen hineingearbeitet, segelt aber unterm Radar, weil er enorm anpassungsfähig ist, bei Bedarf brav christlich daherkommt, bevor er seine Bösartigkeit entfaltet. Dabei wird Humanismus oft mit Humanität, in der Kirche mit Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit verwechselt. Das ist die beabsichtigte Strategie dessen, der als Urheber hinter dem Humanismus steht. Der Humanismus ist als Gegenentwurf zu Gott so alt wie die Menschheit selbst.

Als Eva und späterhin Adam durch Satan mit dem Essen einer verbotenen Frucht verführt wurden, (1 Mos 3, 5) sagte Satan: „An dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“

Ihr werdet sein wie Gott. Im Humanismus geschieht genau das: Der Mensch wird zum Maßstab aller Dinge und unterscheidet selbst zwischen Gut und Böse, er hat Gott ersetzt durch sich selbst. Dieser Maßstab wird am deutlichsten durch Immanuel Kant erklärt: Der Kategorische Imperativ >>>.

Kurz gesagt ist demnach all das objektiv gut, was dem Menschen nützt, sofern alle sich an eine bestimmte ethische Vorgabe halten. Dass diese Denke vollends gescheitert ist, zeigen sämtliche totalitäre Regime auf. Der Kommunismus und auch der Nazismus waren und sind Systeme, in denen alles gut und absolut durchsetzungswürdig und verteidigungswürdig ist, was VERMEINTLICH der Gesellschaft und dem Individuum nützt. Auch diese Systeme sind ihrem Wesen nach humanistischen Ursprungs, in sich vollkommen kohärent, wenn auch inhuman und verbrecherisch bis zum geht nicht mehr. Mit Kants Denke hat man übrigens auch das Vergasen von 11 Millionen Juden gerechtfertigt, denn in der vorstellung der Nationalsozialisten waren die Juden ein Schaden für die deutsche Volksgemeinschaft. Zur ethischen Legitimation musste man nur den Juden die Wertigkeit als Menschen absprechen. Dasselbe tat man mit anderen Völkern, mit Homosexuellen und mit Behinderten. Wer definiert, was Mensch ist? So schnell, so einfach und so grausam funktioniert das, wenn der Mensch sich auf das irrlichternde Gewissen des Menschen beruft. Der Mensch selbst bestimmt, wer Mensch ist und wer nicht. Darin liegt aber auch begründet, dass sich die Werte des Humanismus wandeln, denn die Gesellschaften haben in ihrer jeweiligen Aktualität unterschiedliche Bedürfnisse. So jedenfalls wird es suggeriert. Ewige Wahrheiten gibt es im Humanismus nicht. Damit steht er diametral der Bibel gegenüber, deren Wort Gottes ewige und absolute Gültigkeit besitzt.

Das Christentum hält sich (in seiner Reinform, das muss man leider wegen der humanistischen Durchsetzung betonen) an Gottes Gebot, z. B.: „Du sollst nicht morden“. Dies gilt dem Christen absolut, auch für ungeborenes menschliches Leben, egal zu welcher Zeit und in welcher Gesellschaft. Aber dann kommt der Verdreher und weicht dieses Gebot auf: „Hat Gott wirklich gesagt, du sollst nicht morden? Tu es doch einfach mal, und du wirst sehen, dass du dich von einem Lästling befreist.“ Die Frau könne über ihren eigenen Körper bestimmen, oder: das Kind wird ein lebensunwertes Leben führen, da es behindert auf die Welt kommt usw. Körperliche Selbstbestimmung im Falle einer Schwangerschaft, Euthanasie im Falle einer Behinderung sind aber biblisch nicht vorgesehen. Doch dann kommen die Humanisten und erklären den Nutzen dieser Maßnahmen. Das menschliche Leben wird in unterschiedliche Wertigkeiten eingeteilt, völlig vergessend, was die pränatale Euthanasie im Endeffekt auch für alte, gebrechliche und chronisch kranke Menschen bedeuteten kann. Krankheit kann zu lebensunwertem Leben führen, so die Philosophie. Ich werde später darauf zurückkommen.

Diabolos heißt Verdreher, Verleumder, Durcheinanderwerfer, Verwirrer. Genau das geschieht hier. Es braucht im Staat keine göttliche Instanz mehr (die Bibel als Leitbild) sondern einen Ethikrat. Es wird alles gedreht, wie es gerade nützlich und bequem ist. In den Schulen wird als Ersatz für Religion das Fach Ethik angeboten. Neuheidnische Bewegungen wie die Anthroposophie, esoterische Strömungen, aber auch fernöstliche Religionen fußen allesamt in der Idee des Humanismus und sind in den westlichen Gesellschaften nicht nur voll etabliert sondern weiter auf dem Vormarsch.

Was wir bislang nur von totalitären Regimen kannten, geschieht zunehmend auch in Deutschland und anderen westlichen Ländern, denn es wird die ethisch-moralische Freiheit des Einzelnen eingeschränkt, wenn diese den selbsterklärten humanistischen Maßstäben zuwiderläuft.

Bezieht man sich als Christ auf die Bibel und bezeichnet deswegen z.B. Homosexualität (und all ihre Spielarten LGBTQ usw. ) als Sünde, läuft man inzwischen Gefahr, von einschlägigen Lobbygruppen terrorisiert zu werden oder gar im Gefängnis zu landen. Ein von mir sehr geschätzter Pastor, Olaf Latzel aus Bremen, kann beredt Zeugnis davon geben (seine Predigten sind sehr zu empfehlen, vor allem dieser Podcast über die Grundproblematik, die ich hier behandle >>> .  Und er ist kein Einzelfall. Ich möchte das Thema Homosexualität in seiner christlichen Dimension hier nicht wieder aufbreiten, denn das habe ich bereits in diesem Artikel >>> getan.

Was aber an diesem Thema wichtig ist zu wissen, ist die Tatsache, dass wir hiermit einen noch nie dagewesenen Vorgang in der christlichen Geschichte auf breiter gesellschaftlicher Ebene haben. Bislang war das Christentum immer diejenige moralische Instanz, die gegen alle Widrigkeiten den Finger in die gesellschaftliche Wunde gelegt hat, wenn Entwicklungen entglitten und die Menschenwürde in Gefahr war. Das Christentum wurde dafür verfolgt, bestenfalls lächerlich gemacht oder blieb einfach unbeachtet. Ich spreche hier ausdrücklich nicht von den unfassbaren Exzessen wie der Inquisition, die durch bewusst falsch interpretierte und gezielt missbrauchte Bibelstellen die übelsten Früchte an Unmenschlichkeit hervorgebracht hat, ebensowenig von den unentschuldbaren Missbrauchsfällen durch kirchliche Mitarbeiter, die mit der christlichen Lehre selbst nichts zu tun haben. Das wird nämlich gern als Scheinrechtfertigung zur Verneinung des Christentums als Ganzes angeführt, ein reines Scheinargument, wie jeder Whataboutismus.

Jetzt aber hat sich mit der LGBTQ-Debatte eine neue historische Dimension des Humanismus geöffnet, denn das erste Mal in der Geschichte wird das Christentum als das ethisch-moralisch Minderwertigere dargestellt, da es als unmenschlich gebrandmarkt wird, weil es auf SÜNDE hinweist und dadurch angeblich Menschen diskriminiert. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Das hat es noch nie gegeben. Man hat das Christentum zwar immer schon gehasst, weil es den Finger in die sündigen Wunden gelegt hat, aber noch niemals hat man dem Christentum deswegen Unmenschlichkeit und Menschenhass unterstellt. Genau dies geschieht aber im Bezug auf die christliche Morallehre zur Homosexualität.

Der Humanismus, der die LGBTQ-Bewegung geboren hat, stellt sich nun ganz dreist als die moralisch höherwertige Instanz hin, weil er ja angeblich menschlicher sei. Er berücksichtige die Belange und Gefühle des Individuums. Jede noch so schräge Entwicklung wird notfalls psychologisch oder biologistisch, epigenetisch wegerklärt, denn das Individuum kann im Humanismus immer seine Eigenverantwortung an seine Vorfahren oder an die Gesellschaft abgeben. In Wirklichkeit wird das Individuum durch den Humanismus komplett entmündigt, nur merkt es es nicht.

Sünde ist selbsterklärend im Humanismus überhaupt nicht existent. Eine höhere göttliche Instanz existiert ja nicht, gegen die man sündigen könnte. Daher kann er mit diesem Begriff Sünde auch nicht umgehen. Die Sünde gebiert den Tod (Jak 1, 15), und DAS ist die eigentliche Problematik an ihr. Und genau deswegen ist auch jeder Christ gehalten, die Sünde als solche zu benennen, denn sie führt, sofern der Mensch nicht zur Umkehr kommt, in die ewige Verdammnis. Darum MUSS ein Christ den Finger in die Wunde legen, aus reiner Menschenliebe, denn niemand kann wollen, dass ein Sünder verlorengeht. So geschieht der Hinweis auf Sünde aus Liebe, und nicht aus Hass! Der Verdreher, der Diabolos, stellt aber alles von den Füßen auf den Kopf. Plötzlich stempelt er den liebenden Christen zum Menschenhasser, den Sünder aber zum Opfer dieses Menschenhassers. Jeder Mensch ist ein Sünder, deswegen hat auch kein Mensch einen anderen zu verurteilen. Das Verurteilen ist nur die Sache Gottes. Wohl aber kann ein Christ BEurteilen, was Sünde ist und was nicht, sofern er das Wort Gottes kennt, denn dies ist für ihn der Maßstab, nicht der deutsche Ethikrat. Diese Kategorien liegen außerhalb dessen, was ein Humanist fassen kann, weil sie geistiger Natur sind. Verbietet aber ein Staat diese Beurteilung, verbietet er damit im Umkehrschluss das Christentum.

Da der Humanismus keine spirituelle Dimension kennt, endet natürlich das Leben mit dem körperlichen Tod, so kann es auch für ihn keine ewige Verdammnis geben. Mir läuft es jedes Mal kalt den Rücken herunter, wenn ein Redner der humanistischen Gesellschaft bei einer Trauerfeier abschließt: „Er lebt noch unter uns weiter, solange man noch an ihn denkt.“ Welch vernichtende Trostlosigkeit! (s. mein Artikel hierzu >>>)

Ein Ausblick.

Leider habe ich so gut wie immer Recht behalten mit meinen Zukunftsprognosen. Ich wünschte, es wäre diesmal anders. Was hält der Humanismus nach der Zwangsetablierung von LGBTQ für uns bereit?

Ich mutmaße: Mord wir legitimiert, und zwar als Tötung verharmlost, womöglich zum Wohle des betreffenden Individuums und der Gesellschaft:

  • in Form von Abtreibung bis zur Geburt (hier schon Praxis >>> (in Deutschland bis zur zwölften Woche straffrei, die Abschaffung des Werbeparagraphen 219a ist ein deutliches Signal in diese Richtung)
  • in Form von Tötungen unmittelbar nach der Geburt, sofern das Kind geistig oder körperlich behindert ist, da das Leben des Kindes als lebensunwert deklariert wird, ebenso wird eine Unzumutbarkeit für die Eltern ausgesprochen werden
  • die Euthanasie von Alten, von Schwerkranken, von chronisch Kranken, da sie die Volkswirtschaft stark belasten und somit nicht gut für die Gesellschaft sind im Sinne der humanistischen Definition (die Debatte um aktive Sterbehilfe bildet bereits das Einfallstor), ebenso möglicherweise begründet mit klimapolitischen Erwägungen = viele Menschen produzieren auch viel CO2, verbrauchen viele Ressourcen usw., zumal die Klimadebatte religiöse Züge trägt und inzwischen eine religiöse Ersatzfunktion einimmt)

Ich wünschte, ich hätte Unrecht, aber ich kann denken, beobachte scharfsinnig und weiß daher, woher der Wind weht und was vermutlich als nächstes kommt.

Wir als Christen können „nur“ beten und aufklären, aufklären, aufklären.

Niemand soll sagen, er hätte es nicht kommen sehen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Christentum, Deutsche Politik, Kirche und Orgel abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s