Rom: Keine Schwulensegnungen

Bei aller Kritik an der römischen Kirche bin ich überzeugt davon, dass der Papst mit seiner Entscheidung gegen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts weniger als bibeltreu gehandelt und ein starkes Zeichen gesetzt hat, und das ist gut und richtig so.

Paulus schreibt im Römerbrief, gleich im ersten Kapitel, 26 ff:

Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Begierde zueinander entbrannt, indem die Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst.

Es ist derzeit nicht genehm und schon gar nicht politisch korrekt, diese Dinge deutlich beim Namen zu nennen, aber Homosexualität wird in der gesamten Bibel, auch bei Mose (Lev. 18, 22 und Lev 20, 13) bereits, klar als Sünde dargestellt. Da gibt es auch nichts zu deuteln und zu relativieren mit Zeitgeist, Änderung der Einstellung zum Menschen durch die Jahrhunderte…. Moment, doch! Genau das ist das Problem, der Mensch hat seine Einstellung zu Gott und zu sich selbst geändert. In dem Maße, wie der Mensch nicht mehr als Ebenbild Gottes wahrgenommen wird, werden seine Verirrungen und Sünden relativiert und legitimiert notfalls mit seiner angeblich unabänderlichen Biologie, seinen Trieben und seinen Genen.

Prüfen wir doch einmal, woher nach Paulus die Homosexualität kommt. Er beginnt Vers 27 mit „Deswegen“.

Vers 21: weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen auf Nichtiges verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.

Fernsehen, Sport, Dieter Bohlen, Deutschland sucht den Superstar, viele opfern ihre kostbare Lebenszeit für Nichtigkeiten, Festivals, Unterhaltung (=Untenhaltung) bloss nicht ans Denken oder gar Beten kommen

Vers 22 f: Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren.

im übertragenen Sinne Götzendienst und Selbstgerechtigkeit: Sage mir, womit Dein Herz angefüllt ist und ich sage dir, wer Dein Gott ist. Der Schwanz wedelt mit dem Hund, Minderheiten diktieren der Mehrheit, reißen die Deutungshohheit an sich.

Vers 24 f: Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in ⟨die⟩ Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer

Recht wird zu Unrecht und Unrecht wird zu Recht, das kann man an vielen Stellen beobachten.

Die Gründe sind also klar: Götzendienst, Verehrung des Geschöpfes anstatt des Schöpfers. Läutet da was? Tierschutzbewegung, die amokläufig ist und das Tierwohl immer häufiger über das des Menschen stellt oder ihm zumindest gleichstellt (Tierschutz im Grundgesetz, Tiere in Heimen geht garnicht, Kinder werden aber selbstverständlich in fremde Hände zur Betreuung gegeben). Frauenrechtsbewegung, die sich zu einer Pro-Abtreibungsbewegung pervertiert hat, der Mensch wird auf die Ebene eines intelligenten Tieres heruntergebrochen und damit seiner Göttlichkeit beraubt. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Folgen aus der Unzucht laut Paulus, Verse 29 ff:

…erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; Verbreiter übler Nachrede, Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame, Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige.

Warum kommt mir das alles eigentlich so bekannt vor, weil Paulus ein Hellseher war oder weil all dies schlichtweg in der Natur des gefallenen Menschen liegt?

Gott hasst die Sünde aber nicht den Sünder, deswegen ist Schwulenhass oder gar die Verächtlichmachung und Verfolgung von Homosexuellen mit nichts zu rechtfertigen. Dennoch muss eine sündhafte Verirrung auch als das bezeichnet werden dürfen was sie ist: Eine sündhafte Verirrung. Ich hoffe, dass der Papst und seine Berater auch in anderen Fragen bibeltreu und gottesfürchtig werden und/oder bleiben.

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