Nahost und Wildwest

Meine Raketenwarn-App klingelt zeitweise im Minutentakt. Irgendwann halte ich das nicht mehr aus und schalte das Handy ab, anders ist der Warnton nicht stummzuschalten, er unterläuft den offline-Modus. Kann vor Ort lebenswichtig sein. Ich bekomme 3000 km entfernt in Echtzeit mit, was in Israel los ist, und das nicht nur per Warnapp.

Die Kriegserklärung der islamischen Terrororganisationen des Gazastreifes an Israel sind eindeutig. Wer an einem Tag über tausend Raketen auf Metropolen abschießt, in denen hunderttausende Zivilisten wohnen, zeigt durch seine Taten seine Intention. Was gerade in Israel passiert, ist grausame Routine für den jüdischen Staat seit dem ersten Tag seiner Existenz.

Es geht nicht um ein paar zwangsgeräumte Häuser, es geht um die ethnische Säuberung eines Landstrichs, nach Nazisprech:  Judenreinheit. Die paar Häuser im Osten Jerusalems waren aber ein willkommener Anlass für die Hamas, die Muskeln spielen zu lassen. Diesmal aber sind sie zu weit gegangen, das werden die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte ihnen in der allernächsten Zeit darstellen. Die Terrororganisation Hamas hat die Tötung aller Juden Israels auf ihrer Charta, dennoch wagt in Europa kaum ein Politiker, von einer Terrororganisation zu sprechen, stattdessen werden beide Seiten zur Mäßigung aufgerufen. Terroristen werden auf eine Stufe mit einem demokratischen Staat gestellt, der sich bitteschön in seiner Selbstverteidigung zu mäßigen hat. Tut Israel nicht, warum auch? Mit Terroristen kann man keine dauerhaften Deals machen, keine tragfähigen Verträge. Es sind nicht die sogenannten Palästinenser, gegen die Israel sich derzeit verteidigt, es geht gegen eine Terrororganisation, die bewusst und billigend in Kauf nimmt, dass immerhin ein Viertel ihrer Raketen zu kurz läuft und im Gazastreifen niedergeht, ein Viertel auf die eigne Bevölkerung! Welche Auswirkungen das dort hat, wage ich mir nicht auszumalen. Im deutschen Fernsehen kommt davon nichts. Dort sterben die vom deutschen Fernsehen so geliebten vielbeschworenen Palästinenser, aber ihr Tod hat den falschen Urheber, also ist er uninteressant, nicht medial ausschlachtbar.

Etwa jede zehnte Rakete kommt durch Israels militärischen Schutzschirm „Iron Dome“ durch, weil die Salven zu groß sind. Jede einzelne Abwehrrakete, ausgestattet mit einem eigenen Computersystem, kostet die durch die Coronapandemie ohnehin stark gebeutelte israelische Volkswirtschaft etwa 50.000 Euro. Macht bei etwa 2000 Raketen bislang 100.000.000 Euro, Ende offen, Geld, das wahrhaftig woanders segensreicher hätte wirken können, wenn es die Terroristen nicht gäbe. Irgendwann muss es ein Ende geben.

Aber auch die Raketen der Hamas und des islamischen Dschihad kosten Geld, Geld, dass die Hamas für die Beschaffung von Coronaimpfstoffen für den Gazastreifen nicht hatte. Auf den Raketen steht nicht nur „made in Iran“, sondern im Umkehrschluss auch „made in Germany“, denn Deutschland unterläuft wirtschaftliche Sanktionen gegen den Iran, außerdem auch „made by UNO“, denn die UNRWA-Hilfsgelder landen mitnichten bei bedürftigen „Palästinensern“, sondern in der Terrorkasse der Hamas.

Um Israel ist mir nicht bange, es ist militärisch stärker denn je, den Gazaterroristen um ein Vielfaches überlegen, und doch leiden Zivilisten, und zwar auf beiden Seiten des Streifens.

Meine Leute wohnen hauptsächlich im Norden Israels, dort wusste man von dem „Krieg“ im Süden weniger als ich hier in Dortmund.

Grausame Routine, auch für mich ist der Beschuss schon vor Ort Realität gewesen.

Was mich merkwürdig befremdet sind vielmehr die Vorgänge ein paar zig Kilometer von Dortmund entfernt, in Gelsenkirchen dürfen islamische Extremisten stundenlang unbehelligt judenfeindliche Parolen skandieren, in Hagen entfernt ein Oberbürgermeister auf Druck einiger ewiger Schreihälse die Israelflagge wieder vom Rathaus, der blaue Davidstern auf weißem Grund brennt vielerorts. Synagogen werden mit Steinen beworfen, die Polizei kann Schlimmeres verhindern. Nirgendwo hört man, dass dieser Antisemitismus importiert ist. Araber, Türken. Ein Totalversagen des deutschen Staates. In konservativen Kreisen tuschelt man nicht zu Unrecht von Armin Laschets Kalifat, Szenen auf deutschen Straßen wie in Gaza-City (s. Video unten). Eine Folge der unkontrollierten Zuwanderung, verkehrte Welt. Wo ist das logische Ende dieser Demografie in Deutschland?

Obendrein schlachtet Mitte, grün und links das noch als rechte Ausschreitungen aus, weil das gut in die eigene politische Agenda passt. Tote Juden werden gern als Propagandamittel eingesetzt, jetzt sind es die lebenden des Staates Israel. Ich schäme mich für dieses Deutschland!

Es mag vielen Deutschen nicht bekannt sein, aber die DITIB, die von der türkischen Religionsbehörde Diyanet finaziert und ideologisch angeleitet wird (incl. Imamausbildung und Religionsunterricht), ist zusammen mit Milli Görüs DER Ansprechpartner des deutschen Staates im Bezug auf Islam und Integration. Eben dieselben Vereine rufen unverholen zur Vernichtung Israels auf und überbieten sich in diesen Tagen gegenseitig mit antisemitischen Parolen. Dem MUSS von staatlicher Seite endlich ein Ende gesetzt werden, ohne falsche Rücksichtnahme, wenn die Parole „Nie wieder!“ nicht nur eine hohle Phrase sein soll, die gegen politische Gegener geschmettert wird!

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Eine Antwort zu Nahost und Wildwest

  1. Anja Neumann schreibt:

    Vielen Dank für den Beitrag. Schön, dass auch mal jemand Klartext schreibt.
    Ich lebe im Norden Israels, in Akko. Seit Beginn des Ramadans haben wir hier schon kleinere Unruhen gespürt, Araber haben Juden angepöbelt. Bis Ende April wohnte ich seit einigen Jahren in einem gemischten Stadtteil. Davor habe ich mich immer sicher gefühlt.

    Ende April bin ich, eher ungeplant, in eine rein jüdische Gegend gezogen. Am letzten Tag im alten Stadtteil wurde ich, weiblich und Anfang 50, von 3 jugendlichen Arabern angerempelt und angepöbelt. Ich bin so froh, dort weg zu sein.

    Seit 3 Tagen gibt es in Akko massive Gewaltausbrüche. Unser Bezirk wurde zum Glück durch Straßensperren geschützt.
    Heute Abend wurden auch Raketen aus dem Libanon auf den Norden Israels abgefeuert. Angeblich von Palästinensern.

    Ich empfinde die Lage zur Zeit in Israel, auch hier in Akko, sehr beunruhigend und bedrohlich.
    Gegen diese Terroristen muss man mit allen Mitteln vorgehen.

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