Golan? Golan!

Während ich wieder eine herrlich stille und intensive Zeit im Golan verbringe, mein Urbild wiederfinde, langsam ich selbst werde, ohne Maskerade, eigentlich keine Lust zum Schreiben oder sonstwelchen produktiven Dingen habe, schaue ich verwundert nach Europa: Brexitchaos, hollywoodreife Weltuntergangsszenarien wegen des hohen Abschneidens der AfD letzten Sonntag bei den Wahlen in zwei Bundesländern,  Macrons auf-Teufel-komm-raus-Rettungsversuche des bad Deals mit den iranischen Nazis; noch was vergessen? Ach ja, der Klimawandel, dessen Bekämpfung in Europa quasi religiöse Züge angenommen hat, Greta als Messias, Infantilisierung eines wichtigen Themas, Gier nach Erlösung (Broder), da man die echte Religiosität im Grunde ad acta gelegt hat, nur noch für Folklore gut, weil ihr die Spiritualität und die Visionen abhanden gekommen sind. Aktionismus statt Heiliger Geist. „Wo der Heilige Geist ausging, redet man mit mechanischen Zungen“ (R. Wagner) Der Effekt als Wirkung ohne Ursache. Blutleer.

Ich weiß, warum ich immer wieder genau hierher muss, es klärt sich der Geist, die Prioritäten rücken sich zurecht, das geht im lebendig eingesargten, wohlstandsverwahrlosten Europa für mich nicht mehr. Der Golan regelt mir das auf seine Weise, ich weiß nicht wie. Jesus ging nicht umsonst vornehmlich hierhin um zu beten und Dämonen auszutreiben. In Galiläa gegenüber klappte das mit dem Beten und der dazu notwendigen inneren Einkehr wohl nicht so, zuviel Volk, wie heute. Meine Dämonen treibt er immer aus.

Heute war ich schwimmen, in dem Wasser, das sich wie soviele Flüsse und Flüsschen des Golan zum Jordan versammelt. Ob Jeshua (ich mag die Latinisierung einfach nicht, für mich eine ungehörige Übergriffigkeit, wie es so viele dieser Art gibt)  auch hier gebadet hat? Ich gehe davon aus. Er kannte diese Gegend sehr gut. Damals hat es nicht anders ausgesehen als heute, bis auf die Eukalyptusbäume aus der Mandatszeit, damals sah man das mit der Verfälschung durch Fremdgewächse nicht so eng. Aber sie bieten Schatten, man muss ihnen etwas Nützliches abgewinnen.

Die iranischen Nazis bauen fleißig ihre antiisraelische Infrastruktur mit Hilfe der Hisbollah im Libanon aus, kleine Scharmützel dort letztens an der libanesisch-galiläischen Grenze. An unserer Grenze hier zu Syrien ist es ruhig, kann sich aber auch stündlich ändern. Die Kampfjets fliegen so enorm hoch, dass man sie nur von Ferne hört, nicht sieht. Die Bedrohung ist hier allgegenwärtig, aber alle leben damit, keine Weltuntergangsszenarien, jeder Tag wird gelebt als sei es der letzte und einer von vielen weiteren guten Tagen zugleich. Das Leben hier ist intensiver. Ich wiederum habe mich heute wie so of hier im Wasser vergnügt. In Deutschland geht sowas schon lange nicht mehr, ein Freibadbesuch gleicht einem Horrortrip, in mancherlei Hinsicht. Nichts ist herrlicher bei 32°C als ein Bad in einem Natursee, gesäumt von traumhaften Basaltformationen, blühendem Oleander, an Fingern und Zehen nuckelnden Fischen. Der Savitan, ein Wildwasser im zentralen Golan, bietet viele Gelegenheiten zum Baden. In seinem Verlauf gibt es viele „Meshushim“-Pools, von steinernen Sechsecken gesäumte Seen.

Ich bereite gerade etwas Großes vor, doch davon später. Meine wohl umfangreichste ziviele Fotosammlung vom Golan mit bald 20.000 Bildern darf nicht auf irgendwelchen Festplatten verrotten.

Hier ist mein heutiger Badesee mit Umbgebung:

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4 Antworten zu Golan? Golan!

  1. gkazakou schreibt:

    einerseits sehr schön die Impressionen vom Golan, andererseits tun ihr Hass, Ihre Selbstgefälligkeit und ihre Verachtung für andere weh. Was ist das für ein Frieden, den Sie verteidigen? Und was berechtigt Sie, das Mullahregime als Nazi-Regime zu bezeichnen? Soviel ich weiß, leben Juden im Iran unbehelligt.

    • horstklutzny schreibt:

      Ich weiß nicht welchen Quellen sie entnommen haben, dass Juden im Iran unbehelligt leben wo es doch das erklärte Ziel des Iran und seiner Helfershelfer ist, Israel, also den Jüdischen Staat; und alles Juden und Christen endgültig auszulöschen?

    • Henny Jahn schreibt:

      Juden leben im Iran unter schwersten Diskriminierungen; seit die Mullahs regieren, sind 90% ausgewandert. Wenn ein Regime sich bzw. seine Ideologie unter Gewaltanwendung ausbreitet, so wie der Iran es kraft seiner Terrormilizen im Gazastreifen, im Libanon, in Syrien, im Irak usw. tut und die Auslöschung eines ganzen Staates (in diesem Fall Israel) zu einem der höchsten Staatsziele erklärt, erinnert mich das verdächtig an die Zeit zwischen 1933 und 1945. Wer nicht Schiit ist, gilt als Untermensch und wird auch innerhalb des Staates ebenso behandelt. Der konsequent ausgelegte Islam hat mit dem Nationalsozialismus große Schnittmengen gemeinsamen Gedankengutes, auch wenn man das derzeit nicht gern hören mag. Ja, ich erlaube es mir, solche Terrorfürsten und deren Untertützer zu verachten. Ebenso erlaube ich es mir, den europäischen Hedonismus zu verachten. Ich verteidige keinen Frieden, entweder gibt es inneren Frieden oder keinen. Der äußere kann nur vom inneren kommen. Rein äußerer Friede ist ken Friede sondern ein Stillhalten und Verharren und Dauerunmut, das ist kein Freiden, wird aber oft mit solchem verwechselt. Davon halte ich nichts.

    • Cayceportal schreibt:

      Wie schnell manche Menschen doch mit dem Wort „Hass“ zur Hand sind! Aber die Wahrheit ohne Augenwischerei ist für öffentlich-rechtlich-medien-verseuchte Gutmenschen wohl nicht zu vertragen. Es ist ja inzwischen üblich geworden in Deutschland, Islamkritiker als „Rassisten“ zu beschimpfen und alle, die der linksfaschistischen Ideologie, die immer stärker in Europa um sich greift, nichts abgewinnen können, niederzumachen. Solche Aussagen haben nichts mit Hass oder Selbstgefälligkeit zu tun, sondern mit klarem Menschenverstand.

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