allahu-akbar statt Museum und die dröhnende Stille Roms

Arye Sharuz Shalicar hat es in seiner gewohnt rustikalen Art treffend auf den Punkt gebracht: „Was sagen eigentlich die Kirchenvertreter zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee? NICHTS! Warum? Weil sie die Hose voll haben!
Das Maul reißen die nur auf, wenn es darum geht, gegen den jüdischen Staat Stimmung zu machen.“

Das leise Verbalgeplänkel aus Rom und sonstwoher ist im Meer der moslemischen Siegesrufe längst verhallt. Man hat den Eindruck, dass die fatalen Zeichen, die von diesem Annexionsschritt ausgehen, nicht gedeutet werden. Das Traditionschristentum verliert weiter an Boden, der Islam gewinnt Land, während nicht wenige christliche Gemeinden dem Islam in Deutschland devot den roten Teppich ausbreiten.

Das Traditionschristentum hat in vielen Bereichen seinen Auftag längst verfehlt, Kirchenadministrationen sind nur noch mit sich selbst beschäftigt und mit der Aufarbeitung ihrer Skandale. Ich wünschte mir, dass in die Evangelisierung Deutschlands auch nur halb soviel Engergie gesteckt würde wie in den sogenannten Synodalen Weg.

Ich gehörte bis zu meiner gnadenreichen Wiedergeburt in Jeshua HaMaschiach auch Jahrzehnte lang  zu denjenigen, die die Traditionen hochhielten bis ich erkannte, dass vor allem das deutsche halbstaatliche Christentum unter der Last seiner Tradition seine Wurzeln und seinen Auftrag vergessen hat. Insofern sind die halbgaren Reaktionen und Gleichgültigkeiten der fortschreitenden Islamisierung des Abendlandes gegenüber nur konsequent. Tradition ist der Herdentrieb von Toten, so hart ist die Realität, auch wenn der ein oder andere nun zucken mag. Wer seinen Auftrag aus den Augen verloren hat, kann ja auch den Weg nicht finden. 30% der Katholiken z. B. spielen mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten. Da hilft auch das ständige Gejammer über diesen Umstand nichts, denn ernsthafte Ursachenforschung wird ja nicht betrieben, es wird bestenfalls an Symptomen herumgedoktert. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Käme Jesus heute zurück, würde er vermutlich eine Tempelreinigung vornehmen, die diejenige zu Jerusalem noch in den Schatten stellt.

Mir persönlich ist es gleichgültig, wie ein Gebäude genutzt wird, denn Gott wohnt nicht in toten Gemäuern, aber das Zeichen, das von der Umnutzung ausgerechnet der Hagia Sofia ausgeht, ist fatal, ebenso das damit verbundene weitläufige Schulterzucken in der Westkirche, es lässt Rückschlüsse auf den inneren Zustand der letzteren zu.

Erdogan träumt weiter von der Wiederauferstehung des Osmanischen Reiches; ein starkes äußeres Zeichen hat er gesetzt, dessen Folgen noch garnicht absehbar sind, auch nicht für die verfolgten Christen in islamischen Staaten, die sich vom Weltchristentum fürchterlich im Stich gelassen fühlen müssen. Auch droht Erdogan ständig Israel mit der Eroberung. Die Moslems in Israel sind den Kirchen aber offenbar wichtiger als die Christen im ganzen islamischen Bereich, sonst würden sie nicht ständig subtil und auch ganz offen gegen den jüdischen Staat opponieren, der der einzige Garant für die Zugänglichkeit der christlichen Heiligtümer für alle Christen weltweit im Heiligen Land ist.

„Das Heil kommt von den Juden“: Irgendwie höre ich das jedes Jahr in der Kirche, aber dieser Satz bleibt in letzter Konsequnz folgenlos. Die Ersatztheologie ist noch lange nicht tot, man meint immer noch, den älteren Brüdern erklären zu müssen, wo es langgeht.

Der Westen sollte Erdogans Übergriffigkeiten ernster nehmen, denn aus einem rein rhetorischen Säbelrasseln im Sinne von Wählerstimmen in rechtsextremen türkischen Kreisen kann dieses dümmliche Geschwafel gegen Israel zu einem Flächenbrand führen, der völlig außer Kontrolle gerät. Schon allein die Nato-Mitgliedschaft der Türkei kann zu unerwünschten Konstellationen führen, an die nie ein Mensch gedacht hat, wenn man bedenkt, was in Bälde passieren kann.

Israel wird in naher Zukunft der Entwicklung der iranischen Atombombe ein unumkehrbares Ende setzen. Der Westen nötigt es mit seiner naiven und hochgradig fahrlässigen Iranpolitik dazu, und die Kirchen klatschen kräftig Beifall – noch…

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