Christen gegen Israel

Zahlreichen christlichen Gemeinschaften scheint der Hass auf Israel – im Umkehrschluss auf Juden – im Genom zu liegen. Undifferenziert werden alle Staaten des Nahen Ostens in einen Topf geworfen wenn es um die Lieferung von Kriegsgerät geht. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass Israel ein existenzielles Recht auf Selbstverteidigung hat.

Die Christengemeinschaften, die sich unter dem Namen des ÖRK (Ökumenischer Rat der Kirchen, 350 Kirchen mit etwa 500 Millionen Gläubigen) zusammenfinden, dem auch sämtliche EKDs angehören, sind offenbar zu differenziertem Denken nicht in der Lage.
Erst jüngst haben die USA nach zähen Verhandlungen dem jüdischen Staat in den nächsten Jahren Waffenlieferungen in Milliardenhöhe zugesagt. Israel hat leider immer wieder die Notwendigkeit, sich gegen den Terrorismus arabischer Staaten und einiger Araber im eigenen Land zu erwehren.
Das gefällt den Christenvereinen nicht, ungeachtet der Tatsache, dass mit dem Wohle Israels auch ganz maßgeblich das Wohl zahlreicher anderer Demokratien incl. ihrer christlichen freien Religionsausübung steht und fällt.

Als Begründung faselt man wieder von der Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel, wobei hier Judäa und Samaria gemeint sein dürften, die nach internationalem Völkerrecht entgegen aller Behauptungen eben nicht besetzt sind. Jordanien hat sich mit Israel längst in einem Friedensvertrag über den Jordan als gemeinsamen Grenzfluss geeinigt.

Ein paar jüdische Häuser auf urjüdischem Territorium scheinen also nach Auffassung dieses Christenvereins den Weltfrieden nachhaltig zu gefährden.

Benjamin Netanjahu äußerte sich jüngst verärgert zu den ständigen Attacken der internationalen Staatengemeinschaft und bezeichnete das Verlangen, jüdische Bürger aus Judäa und Samaria auszusiedeln, völlig zutreffend als „ethnische Säuberung“:

Hier die deutsche Übersetzung:

„Sicher haben viele von euch die Behauptung gehört, dass jüdische Gemeinschaften in Judäa, Samaria, der West Bank, ein Hindernis für den Frieden sind.

Diese Ansicht hat mich immer verwundert. Denn niemand würde ernsthaft behaupten, dass die nahezu zwei Millionen Araber, die innerhalb Israels leben — dass sie ein Hindernis für Frieden sind.  Das ist so, weil sie es nicht sind. Im Gegenteil. Israels Vielfalt zeigt unsere Aufgeschlossenheit und Bereitschaft für Frieden.

Doch die palästinensische Führerschaft fordert tatsächlich einen palästinensischen Staat mit der Vorbedingung: Keine Juden. Dafür gibt es einen Ausdruck: Das wird ethnische Säuberung genannt.

Und diese Forderung ist unfassbar. Sogar noch unfassbarer ist, dass die Welt das nicht unfassbar findet. Einige ansonsten aufgeklärte Länder fördern diesen Frevel sogar noch. Fragen Sie sich selbst: Würden Sie in ihrem Staat ethnische Säuberung akzeptieren? Ein Territorium ohne Juden, ohne Spanier, ohne Schwarze?

Seit wann ist Fanatismus ein Fundament für Frieden? In diesem Moment spielen jüdische Schulkinder in Judäa, Samaria in Sandkästen mit ihren Freunden. Macht deren Anwesenheit den Frieden unmöglich?

Ich denke, das ist nicht so. Ich denke, was Frieden unmöglich macht, ist die Intoleranz gegen andere. Gesellschaften, die alle Menschen achten, sind diejenigen, die nach Frieden streben. Gesellschaften, die ethnische Säuberung fordern, suchen keinen Frieden.

Ich habe die Vision eines Nahen Ostens, wo junge Araber und junge Juden gemeinsam lernen, gemeinsam arbeiten, gemeinsam Seite an Seite in Frieden leben.

Unsere Region braucht mehr Toleranz, nicht weniger. Wenn Sie also das nächste Mal hören, dass jemand sagt, dass Juden irgendwo nicht leben dürfen, oder gar, dass sie nicht in ihrer angestammten Heimat leben dürfen, dann halten Sie einen Moment inne, um an den gesamten Zusammenhang zu denken.

Ethnische Säuberung für Frieden ist eine Absurdität. Es ist höchste Zeit, dass jemand das ausspricht. Ich habe das hiermit getan.“

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Eine Antwort zu Christen gegen Israel

  1. Horst Klutzny schreibt:

    Klarer als Benjamin Netanjahu kann man es nicht ausdrücken.

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