Happy birthday, Knesset, zum 50sten!

Knesset wird 50Das Israelische Parlamentsgebäude wird in diesem Monat 50 Jahre alt. Das Parlament hält seine Sitzungen im Beit haKnesset (hebräisch für Haus der Versammlung) im Jerusalemer Stadtteil Giwat Ram ab. Das Gebäude wurde von dem Architekten Joseph Klarwein geplant und ist seit dem 30. August 1966 der Sitz des Parlaments.

Als ich das erste Mal dieses Gebäude in seiner schlichten Eleganz vor mir sah, war ich mächtig beeindruckt, und eigentlich bin ich es jedesmal wieder. Es übertrifft in seiner Ausstrahlung alles, was ich zuvor von Bildern kannte. Es gibt nicht sehr viele Gebäude, die ich wirklich liebe, aber dieses gehört dazu.
Drinnen hatte ich – einem Deja-vu gleich – den Eindruck, dass alles so vertraut war, als wäre ich  schon hundertmal dort gewesen. Verlaufen konnte ich mich dort nicht. Nicht, weil es etwa klein wäre, es ist sogar im Gegenteil sehr weitläufig und besitzt zahlreiche Räume, sondern weil es sich intuitiv erschließt. Zwar Funktionsarchitektur, aber mit menschlichen Maßstäben gemessen und nicht – wie in der modernen Funktionsarchitektur leider oft – nur einfach kollossal und ohne Bezug zur natürlichen menschlichen Raumwahrnehmung. Es spielt geschickt mit Licht- und Raumakzenten, mit Innen und Außen, was verschmilzt, und mit einigen sehr geschmackvollen und kostbaren Kunstwerken, die zum Teil integraler Bestandteil der Architektur selbst sind. Auch der Erweiterungsanbau von 1992 fügt sich – fast unmerklich für den Betrachter dank der Hanglage halb in die Erde eingelassen –  wie gewachsen in das ursprüngliche Raumkonzept ein, und ein weiterer Anbau, der inzwischen in Planung ist, wird dies hoffentlich ebenso tun.

Hier >>> gibt es Archivbilder – damals und heute – und im folgenden einen Film, den ich bei meinen Besuchen dort aus zahlreichen Fotos zusammengestellt habe:

Eine kleine Anekdote am Rande:
Als ich dort mal wieder zu Besuch war, setzte ich mich anschließend auf die große Wiese vor der Knesset im Rosengarten um etwas auszuruhen und den Anblick (gut bewacht, wie alles dort) in Ruhe zu genießen. Die Sonne schien an diesem Februartag herrlich, so legte ich mich zurück und genoß die Wärme. Nach über einer Stunde wurde ich wach vom Gebet einiger Soldaten, die sich in der Nähe versammelt hatten und dort auch ihre freie Zeit verbrachten. O.K., besser VOR einem Parlamentsgebäude schlafen als drinnen, obwohl ja auch das bei manchem Politiker vorkommen soll …. 😉

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