…und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Die großartige Verheißung der heutigen Nacht ist die Botschaft, dass das Licht in die Welt kam. Zu keiner Zeit des Jahres sehnen wir Menschen uns so sehr nach dem Licht wie in diesen dunkelsten Tagen des Jahres, gerade auch dieses Jahres, welches nicht einfach nur astronomisch jetzt seine dunkelste Zeit erreicht hat sondern auch im Bezug auf die äußeren Umstände, die für viele Menschen inzwischen zu einer inneren Befindlichkeit geworden sind. In genau diese Zeit hinein ruft der Evangelist uns heute zu: Das Licht kam in die Welt!

Joh 1 ff:  Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Die Finsternis hat es bis heute nicht begriffen, und sie wird es auch nicht mehr begreifen. Auch, wenn uns die äußeren Umstände ganz und gar nicht gefallen, ist dennoch das Licht in die Welt gekommen und leuchtet heute genauso stark wie damals. Die Menschwerdung des Wortes und des Lichtes hat vor zweitausend Jahren stattgefunden, und die Finsternis war immer daneben, denn wo viel Licht ist, ist die Finsternis um so dunkler.

„Es werde Licht!“, der erste Akt der Schöpfung. Nicht die Sonne ist gemeint, sie wurde erst am vierten Tag geschaffen. „Es werde Licht!“ Das Licht allein macht überhaupt die Finsternis erst sichtbar. Die Finsternis hat kein eigenes Sein, sie ist nur die Abwesenheit von etwas. Die Schechina, die Lichtherrlichkeit Gottes, seine Wohnstatt, sie kam in Gestalt seines Sohnes Jesu in die Materie. Vor 2000 Jahren hat sich gewissermaßen der Schöpfungsakt wiederholt, die Finsternis wurde vom Licht geschieden; es war der erste Tag einer neuen Schöpfung, die fortan Hoffnung hoffen darf; die gefallene Welt hat fortan eine Zukunft. Der Stern von Bethlehem war ER selbst, die leuchtende Lichtherrlichkeit Gottes über dem Geburtsort des mächtigsten Wesens, das je die Erde betreten hat, ihr eigener Schöpfer, denn er war auch ganz Gott. Die Astronomen und Astrologen fabulieren über Sternenkonstellationen, die dieser Stern gewesen sein könnten, müßig. Die Menschen guten Willens haben die Lichtherrlichkeit Gottes leuchten sehen, die Magi, die später in der Tradition zu den heiligen drei Königen wurden, kannten die alten jüdischen Prophezeiungen und wussten, dass der König der Könige in die Welt kommen sollte und folgten seinem Licht.

Lk 2, 12: Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend.

Das Zeichen: die Windeln, das Leichentuch, die Krippe, der Steintrog, in dessen Mulde der Leichnam gebettet wurde. Die Magi kamen mit mächtigem Gefolge – es erschrak ganz Jerusalem – und brachten dem fleischgewordenen Wort Gold als Zeichen für sein Königtum, Weihrauch für sein Priestertum und Myrrhe zur Einbalsamierung seines Leichnams. Ohne den Tod Jesu wäre seine Geburt sinnlos gewesen. Die ganze Krippenkitschherrlichkeit unserer Tradition täuscht leider über die brutale Tatsache hinweg, dass Jesus der einzige Mensch war, der geboren wurde, um zu sterben.

Er hat die Finsternis besiegt, und wer an ihn glaubt, ist gerettet. Wer aber nicht an ihn glaubt, wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat. (in Anlehnung an 1 Joh 2, 11) Unsere Welt wandelt in der Finsternis und hat sich fürchterlich verlaufen. Man braucht nur die Nachrichten einschalten oder im Bekanntenkreis herumhören, welche finsteren Themen für die Welt vermeintlich wichtig sind.

Hb 4, 12 : Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis dass es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Deutlicher als in dieser unserer Zeit könnten die Zeichen kaum sein, und so sehe ich dieses Weihnachtsfest als ein Fest spiritueller Erneuerung, das Abschneiden vom Ballast der Äußerlichkeiten, die den wahren Kern des Weihnachtsfestes zudecken, das Scheiden von echtem Schein und falschem Anschein.

Jeder von uns muss sich fragen, was wirklich wichtig und wesentlich ist. Wir werden durch die äußeren Umstände geradezu genötigt, uns mit der wahren Botschaft von Weihnachten auseinanderzusetzten.

Etwas Besseres konnte der Christenheit in dieser Zeit kaum passieren, und ich hoffe, sie nutzt diese Chance und erkennt die Gnade, die Gott aus diesem Machwerk des Satans, Corona, für uns Christen in Wahrheit bereitet hat.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und euch allen ein gesegnetes, gnadenreiches Weihnachtsfest.

 

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