Die politische Manipulation durch die Öffentlich-Rechtlichen

Die Überschrift hätte genausogut „volksverdummung“ lauten können. Tragisch ist vor allem, dass alle Haushalte (noch) genötigt sind, für Falsch- und Nichtinformationen und politische, systemkonforme Indoktrination zu zahlen.
Das im Folgenden dargestellte Beispiel schildert meine Diskussion mit der tagesschau-Redaktion über deren manipulative Berichterstattung zu einem Raktenbeschuss der Hamas auf Israel am 19.12.2014 und den darauf folgenden Präventivschlag der Israelis im Gazastreifen.

20.12.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

was Sie in Ihren heutigen Nachrichtensendungen auf meine Kosten betreiben, ist übelste antisemitische Hetze. Sie berichten perfide, dass Israel den Gaza-Streifen angegriffen habe und erwähnen dann später erst im Nachtrag, dass dem ein Raketenbeschuss aus Gaza voranging. Die Sendezeit des israelischen Militärschlags übertraf diejenige der Ursache des Raketenbeschusses aus Gaza um ein Vielfaches; mit genau diesen Stilmitteln hat schon Josef Göbbels seine perfide Volksverhetzung betrieben. Warum nennen Sie nicht zuerst die Ursache und DANN die Wirkung? Weil Sie ganz offensichtlich Israelhetze betreiben WOLLEN. Ich muss dies als klar rassistischen Akt werten. Und Sie wundern sich über Pegida? Ich marschiere 10 mal lieber bei PEGIDA mit als dass ich ihrem linkspopulistischen Lügensender lausche.

darauf das tagesschau-Team:

Sehr geehrter Herr Jahn, (Anmk: „Frau Jahn“ wäre wohl richtiger gewesen, aber das können sie ja nicht wissen bei dem Namen :))

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir können Ihre Kritik nicht nachvollziehen:

Sie werden mit uns sicher übereinstimmen, dass Sie in einer Meldung zunächst das aktuellste und wichtigste hören wollen. Die Rakete, die militante Palästinenser am Freitag auf Israel gefeuert haben, landete auf einem Acker, niemand wurde verletzt, es entstand nicht einmal ein Sachschaden. Zweifelsohne stellte der Raketenbeschuss aber eine Verletzung der vereinbarten Waffenruhe da.

In der Nacht erfolgte dann die israelische Reaktion in Form von Luftangriffen auf eine Einrichtung der radikalislamischen Hamas. Diese Nachricht ist zweifelsohne aktueller, und die vermuteten Zerstörungen in ihrem Ausmaß größer als die der Rakete, die auf einem israelischen Acker gelandet war.

In der insgesamt 22 Sekunden langen Meldung wurde im ersten Satz der aktuelle Fakt berichtet (Israel hat Ziele im Gaza-Streifen angegriffen, erstmals seit drei Monaten). Im zweiten Satz folgte ein Detail mit Bestätigung durch die Palästinenser (Angriff auf Hamas-Trainingslager). Im dritten Satz die Begründung aus Israel (Reaktion auf Raketenbeschuss vom Freitag). Und im letzten Satz der Hinweis, dass es noch keine Berichtet über Verletzte gibt.

Wie hätten Sie diese Meldung geschrieben in 22 Sekunden Länge?

tagesschau.de/ausland/israel-299.html

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Tagesschau-Team

Israel fliegt erstmals seit Sommer Luftangriffe auf Hamas
.tagesschau.de

Meine Antwort am 21.12.:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf ihre Frage möchte ich Ihnen gern antworten, wie Sie Ihren Bericht politisch neutral und inhaltlich korrekt gestaltet hätten:

Am Freitag hat die islamische Terrororganisation Hamas eine Rakete auf israelisches Territorium abgefeuert. Die Rakete ist in unbewohntem Gebiet niedergegangen, stellt aber eine Provokation dar und ist der Beweis, dass die Hamas keinen Frieden mit Israel wünscht, da in ihrer Charta nach wie vor die Vernichtung aller Juden festgeschrieben ist. Israel hat seinerseits einen Vergeltungs- und Präventivschlag vorgenommen, indem ein Militärstützpunkt der Hamas gezielt bombardiert wurde.

Das hört sich anders an, Israel ist das Opfer und die Hamas der Täter, nicht umgekehrt, so wie Sie es suggerieren. Damit schüren Sie – nach meinem Empfinden gezielt – antisemitische Ressentiments.

Die wesentlich wichtigere Meldung, nämlich die Tatsache, dass die islamische Hamas zu keinem Frieden bereit ist – gehört an den Anfang Ihrer Meldung und nicht, dass das Opfer sich wehrt.

Tagesschau schreibt am 22.12

Sehr geehrter Herr Jahn,

danke für Ihre Mail. Eine Rakete als Beweis für das große Ganze zu nehmen, erscheint uns doch etwas zu viel. Zumal wir dann unterschlagen würden, dass es ja auch von israelischer Seite in der Vergangenheit unbestritten immer wieder politische und militärische Aktionen gab, die nicht unbedingt dem Frieden förderlich waren und sind (z.B. Stichwort Siedlungsbau).

Außerdem übernehmen wir grundsätzlich keine Partei für die eine oder die andere Seite.

Sie werden zugestehen, dass der Nahostkonflikt ein sehr komplexes Thema ist. Hintergründe, Ursachen etc. lassen sich nicht in 22 Sekunden erklären. Deswegen bemühen wir uns, wenn es nur um eine kleine Meldung geht, so sachlich wie möglich die reinen Fakten zu präsentieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Tagesschau-Team

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie richtig schreiben, kann es bei einer kurzen Nachrichtenmeldung nicht um das große Ganze gehen, aber sehr wohl geht es um Ursache und Wirkung, und in dem geschilderten Fall war eine Gaza-Rakete die Ursache und der israelische Militärschlag die Wirkung. SO geht unparteiische Berichterstattung. Ohne Ursache keine Wirkung, das ist ein Naturgesetz, also ein reines Faktum, das Sie angeblich präsentieren möchten.

Es stellt sich natürlich umgehend die Frage, warum sie Tags zuvor nicht über die Rakete aus Gaza berichtet haben, die im Regionalbezirk Eshkol niedergegangen ist? Ist dies in Ihren Augen unwichtiger als der israelische Militärschlag? In beiden Fällen sind keine Menschen physisch zu Schaden gekommen, insofern gibt es keine sachlichen Prioritäten.

Warum um alles in der Welt soll Israel auf seinem Territorium keine Siedlungen bauen dürfen? Jedes Land der Welt tut das unangefochten, aber bei Israel gefällt Ihnen das nicht, warum?

(Anmerkerung an meine Leser: Ganz Israel ist in seiner Gesamtfläche knapp so groß wie das Bundesland Hessen; bei einem Verlust der Gebiete von Judäa und Samaria, politisch-ethnisch gesäubert auch als Westbank bezeichnet, wäre Israel in einem längeren Streifen von Netanya bis Tel Aviv etwa 10 km breit. So ein Gebeit ist militärisch nicht mehr zu verteidigen, das perfide Kalkül der Feinde Israels)

Nehmen Sie bitte das historische Faktum zur Kenntnis, dass der Begriff „Palästinenser“ ein politischer Kampfbegriff einer Terrororganisation ist aber keine Bezeichnung für eine bestimmte Ethnie. Es gibt weder eine palästinensische Sprache noch eine palästinensische Kultur oder Tradition, es handelt sich schlichtweg um Araber. Das einzige, was die selbsternannten Palästinenser verbindet und „auszeichnet“, ist ihr abgrundtiefer Hass auf alles Jüdische, das stellen sie im jüdischen Urgebiet von Samaria und Judäa ebenso täglich unter Beweis wie in Gaza.

Leider stagnierte die Diskussion an dieser Stelle, vermutlich in Ermangelung stichhaltiger Argumente durch die Redaktion der tagesschau.

Zeitgleich hat das Blog tapferimnirgendwo zum selben Thema eine interessante Analyse der Pressemeldungen vorgenommen, die ich an dieser Stelle verlinkte habe.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Israel, Israel, Judentum, Judentum abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Die politische Manipulation durch die Öffentlich-Rechtlichen

  1. Cayceportal schreibt:

    Und sowas soll man auch noch finanziell unterstützen … Danke für die klaren Worte!

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