„Kauft nicht bei Juden!“

Während Israel mit über 200 Raketen von einer Terrormiliz angegriffen wird, hat die EU nichts Besseres zu tun, als eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus sogenannten Siedlungsgebieten Israels einzuführen.
Gerade, als meine zwa-adom-App (Alarmstufe Rot: Raketenalarm) zeitweise im Minutentakt aufheulte und tausende Israelis um ihr Leben rannten, vernahm ich die Nachricht von der Kennzeichnungspflicht. Diese Pflicht wäre nicht das Problem, wenn alle Produkte aus den über 150 von den UN als völkerrechtswidrig besetzt bezeichneten und umstrittenen Gebieten gekennzeichnet werden müssten. Tibet fällt mir da ein, zyprische Gebiete, die Krim, noch viele andere. Interessiert aber keine EU. Es ist das alte „Kauft nicht bei Juden“, das neu aufgewärmte Stigma, ein Etappensieg der antisemitischen BDS-Bewegung, die üblichen Doppelstandards, diesmal als Verbraucherschutz getarnt. Übrigens sind die Gebiete nicht völkerrechtswidrig besetzt sondern in aufgezwungenen Kriegshandlungen legal erobert, des Weiteren hat der Staat Israel niemanden dort angesiedelt (denn DAS erst verstieße gegen das Völkerrecht; die Israelis haben sich dort höchst freiwillig, zum Teil gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Regierung, angesiedelt. Diese Situation ist aber überhaupt nicht Gegenstand des Völkerrechts, kommt aber in der UNO regelmäßig nicht an). Aber das ist hier nicht das Thema.

Da die Produkte aus den israelischen Siedlungsgebieten von überragender Qualität sind, könnte es kommen wie beim Label „made in Germany“, das aus einem Stigma zum Gütezeichen wurde. Es wäre zu wünschen.

Nun ist der Raketendonner vorübergehend verhallt, was unsere Systemmedien nicht davon abhält zu erzählen, dass Israel und der Islamische Dschihad sich auf eine Waffenruhe verständigt hätten, ganz so, als stünden sich zwei Terrormilizen gegenüber, die Null Bock auf Krieg haben, weil ihre War-Lords müde geworden oder tot sind. Die Berichterstattung während des Raketenterrors war entsprechend: „Radikale Palästinenser und Israel liefern sich Feuergefechte“, nicht etwa: „Israel wird von Terrormilizen angegriffen und verteidigt nun seine Bürger“, oder „Israel greift Stellungen im Gazastreifen an“ nur mal so aus Jux und Dollerei vermutlich, oder „Soundsoviel Tote im Gazastreifen durch israelische Luftangriffe“, verschweigend, dass es sich in fast allen Fällen um Terroristen und nicht um Zivilisten handelte. Israels Armee beherrscht und vollzieht chirurgisch genaue Angriffe, um das Leben von Unschuldigen zu verschonen, interessiert aber die sensationsgeil-antisemitischen Medien nicht, wäre ja auch zu langweilig. Und morgen geht dann in  Deutschland womöglich eine Synagoge in die Luft, weil irgendein Radikalinski die Medien allzu ernst nahm … aber lassen wir das.

Ich bin es leid, immer wieder Dasselbe zu berichten. So versuche ich derzeit zum Teil erfolgreich, mehrere Leute zu mobilisieren, die ebenfalls regelmäßig Anzeigen bei ihren Staatsanwaltschaften wegen Volksverhetzung gegen Medienvertreter einreichen, bis dieser Staat endlich verstanden hat, dass man sich nicht vornehmlich durch Kranzniederlegungen mit toten Juden medienwirksam inszenieren sollte sondern vor allem um das Wohl der lebenden kümmern sollte. Der Antisemitismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft, regelmäßig genährt durch fatal verzerrte und zum Teil sachlich falsche Berichterstattung von ARD und ZDF über Konflikte, in die Israel hineingerät, einfach nur, weil es existiert.

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