Erdüberlastung: Zu viele Menschen auf der Welt

Jedes geschlossene System hat eine Grenze in jede Richtung, das bringt die Definition von einem geschlossenen System mit sich. Jeder Tierhalter weiß, dass man in ein Aquarium oder in ein Gehege nicht beliebig viele Tiere einbringen kann, ohne dass es zum Totalausfall, sprich: Seuchen und Massensterben kommt. Es sei denn, man bringt Medikamente ein, die kompliziert wieder ausgeleitet werden müssen, entsprechend viel Futter, Sauerstoff usw. Dies alles führt zu Stress im System. Allein beim Menschen hat man den Eindruck, dass er diese simple Tatsache – auf seine eigene Spezies bezogen – geflissentlich ignoriert, oder zumindest annimmt: Sollen die anderen doch zurückstehen. Dank des medizinischen Fortschritts greifen die normalen Regelsysteme der Natur nicht mehr, die früher die Menschen dezimiert haben. Da der Mensch die Natur mit seinem Verstand in dieser Hinsicht ausgeschaltet hat, muss er aber mit eben demselben Verstand im Umkehrschuss andere Regulierungsmechanismen finden.

Es geht mir um die Anzahl der Menschen auf unserem Globus. Bis auf ein wenig Sternenstaub, der in die Atmosphäre eindringt und die Strahlung von Weltraum und Sonne, ist die Erde ein geschlossenes System. Das Prinzip „wachset und mehret euch“  wird früher oder später an seine Grenzen stoßen, das System kippen. In vielerlei Hinsicht tut es das bereits, wird aber leider von den „Machern“ unserer Gesellschaften als Mutter aller anderen Probleme nicht wahrgenommen.

Ein paar Zahlen aus Wikipedia:
Im Oktober 2018 gab es rund 7,63 Milliarden Menschen. Die UNO rechnet für den Zeitraum 2015 bis 2020 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 78 Millionen Menschen pro Jahr. Die Vereinten Nationen erwarten 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen.

Nahezu jedes Problem, das wir derzeit haben, ist auf die Überbevölkerung der Erde (nicht eines bestimmten Territoriums) zurückzuführen. Sei es die Ausbeutung von Ressourcen, Kriege um Territorium, krankmachende Faktoren wie Umweltverschmutzungen durch Schadstoffemissionen, Lärm, Licht usw.

Ein Großteil der Bewohner der Hochzivilisationen ist gestresst, die Todesursache Nr. 1. Herzkreislauferkrankungen sind in der Tat ein direktes und auch indirektes Resultat von Stress. Lebten früher ein paar dutzend Menschen auf einem Quadratkilometer, sind es heute in manchen Bereichen etliche tausend. Das führt zu Zivilisationsdruck, der einzelne fühlt sich eingeengt, kann sich durch die notwendige Rücksichtnahme auf die Umgebung nicht mehr in jeder Hinsicht ausleben. Da Rücksichtnahme nicht vorausgesetzt werden kann, wird sie mehr und mehr durch Gesetze herbeigezwungen, sei es durch Bauordnungen, durch Lärmschutzverordnungen, durch Tempolimits, durch Begrenzungen in inzwischen bald allen Bereichen des Alltags. Das hat nichts mit Verbotswahn zu tun, wie dies derzeit von links und rechts so gern verunglimpft wird, sondern mit gesellschaftsbedingten Notwendigkeiten. Hält sich jemand nicht daran, erzeugt dies bei anderen Stress. Hält er sich doch dran, erzeugt es bei ihm selbst womöglich Stress. Zahlreiche Nachbarschaftsstreitigkeiten, allein schon wegen simpler Dinge wie Grillen, Laubbläser-, Musik- oder Kinderlärm (gerade wird in Dortmund eine Familie wegen Kinderlärm vom Vermieter auf die Straße gesetzt, ich habe für beide Seiten großes Verständnis) zeugen von dieser unterschätzten Problematik. Natürlich werden wir dünnhäutiger, das liegt in der Natur der Sache, und wer dünnhäutiger wird, verliert auch ein Stück weit die Möglichkeit der Selbstbeherrschung. Dies birgt Explosivstoff für eine Gesellschaft, den kein Gesetz der Welt in den Griff bekommen kann.

Ein übergeordnetes Problem ist die Ausbeutung von Ressourcen weltweit, die z. Teil endlich sind (z. B. Öl-, Kohle-, Mineralienvorkommen), zum anderen Teil eine Regenerationszeit brauchen, um kontinuierlich und in gleicher Menge zur Verfügung zu stehen (z. B. alle Nahrungsmittel). Derzeit leben wir in jeder Hinsicht über unsere Verhältnisse, und das hat nicht damit zu tun, dass der reiche Deutsche zig mal mehr Ressourcen verbraucht als der arme Afrikaner sondern damit, dass die Zahl des Verbrauchs unterm Doppelstrich zu hoch ist. Selbst bei utopischen sozialistischen Verhältnissen (alle bekommen dasselbe) ist irgendwann eine Grenze erreicht.

Der Unfug von einer aussterbenden Gesellschaft, wegen der alle jungen Paare fleißig Kinder bekommen sollen, gar noch staatlich subventioniert, ist der größte Selbstbetrug überhaupt. Es müsste im Gegenteil Prämien für kinderlose Paare geben, damit dem Bevölkerungswachstum endlich Einhalt geboten wird. Die Erde fragt nicht danach, WO die Menschen leben, sondern, DASS es sie überhaupt gibt. Wenn dem ungezügelten Bevölkerungswachstum weltweit nicht Einhalt geboten wird, prophezeie ich Naturkatastrophen und Seuchen in einem apokalyptischen Ausmaß, mit denen sich die Erde ihres größten „Schmarotzers“, des Menschen, entledigen wird. Keine Spezies hat sie so bedrängt wie der Mensch. Man mag an die Beseeltheit allen Seins, an das vorbewusste Zusammenwirken von Naturkräften, glauben oder nicht, diese Dinge werden eintreten, wenn der Mensch nicht endlich aufhört, sich ungezügelt zu vermehren.

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