Israel: Die Realitätsverweigerung von Politik und Medien

Zunächst tue ich das Selbstverständliche, was ich meinen israelischen Freunden schon persönlich habe zukommen lassen: Herzlichen Glückwunsch Israel zum Jubiläum der Staatsgründung und zur Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem, in die ewig ungeteilte Hauptstadt Israels!

Ohje, hier geht für unsere Medien das Problem schon los. Die Verlegung der US-Boschaft war lediglich ein längst überfälliger Schritt, der das Arbeiten des Botschaftspersonals erheblich erleichtert. Wer schon einmal im Stau zwischen Tel Aviv und Jerusalem (und umgekehrt) gestanden hat, weiß, wovon ich spreche.

Übrigens liegt die neue US-Boschaft im Westteil Jerusalems, der nach internationalem Recht unstrittig zu Israel gehört, so what? Läge sie auf dem Tempelberg, würde ich das Problem der internationalen Staatengemeinschaft ein wenig verstehen, aber nur ein wenig, denn das jüdische Israel ist der einzige Garant dafür, dass alle Religionen in Jerusalem gleichberechtigt ausgeübt werden können – anders als die Moslems, die Andersgläubigen das Beten auf dem Tempelberg verbieten, oder die Christen unterschiedlicher Denominationen, die sich schon in ihrer Grabeskirche mit schöner Regelmäßigkeit gegenseitig körperliche Auseinandersetzungen um Territorialansprüche liefern. Alle Probleme rund um die Religionsausübung unter israelischer Regierung sind konstruiert.

Die Zwei-Staaten-Lösung ist tot, aber sie ist nicht töter als vor 70 Jahren. Niemand in der Politik oder im oberschlauen deutschen Fernsehen nennt die wahren Ursachen. Ich habe mir heute den halben Tag lang alle möglichen und unmöglichen Nachrichten zu diesem Thema angetan, eine interessante Nabelschau, die bei mir zeitweise zu Brechreiz führte. Berichterstattung, wie sie einseitiger pro-palästinensisch kaum noch sein kann, wobei das ZDF-Spezial nach den 19-Uhr Nachrichten die Grenze der antiisraelischen Volksverhetzung hart touchiert, ja überschritten hat (exakt dies prüft derzeit von mir veranlasst die Staatsanwaltschaft). Und ab morgen wird wieder lamentiert, dass Deutschland immer israelfeindlicher wird, warum nur? Fragt mal das ZDF. Das Wichtigste, auch bei den Nachrichten unter Google-News, waren tote palästinensische Araber, nicht etwa die Feierlichkeiten zur US-Botschaftsverlegung als einem Ereignis, das als historisch zu bezeichenen ist. Tote Araber gibt es seit 70 Jahren, das ist zwar traurig aber nichts Besonderes, denn wenn jemand die israelischen Grenzen verletzt und/oder Terror verübt, wird er notfalls von der israelischen Armee aus Sicherheitsgründen neutralisiert. Die Alternative wären Infiltratoren in die grenznahen Kibbuzim, deren Bewohner arabischen Massakern zum Opfer fallen würden, so wie die Hamas es deutlich angekündigt hat. Soweit lässt Israel es nicht kommen, und das ist gut so. Traurig nur, dass von der Hamas Kinder und Frauen immer wieder als lebende Schutzschilde mißbraucht werden, aber das hat Israel nicht zu verantworten. Der Iran pampert die Hamas, die UNRWA pampert die Hamas, der Westen (außer USA) pampert den Iran, der Westen (außer USA) pampert die UNWRA, so wäscht eine Hand die andere. Und immer wird Israel als der Schuldige dargestellt. Deutsche Politiker inclusiv des gottgleichen Vorbilds Macron (bekam jüngst den Karlspreis für Visionen und Hirngespinste, andere landen dafür in der Psychiatrie) appellieren zu Mäßigung und Verhältnismäßigkeit der Mittel, soll heißen: „Israel, nun nimm das mal nicht so persönlich, wenn unterbelichtete und politisch-religiös verhetzte Terroraraber Deine Grenze überschreiten, wird schon so schlimm nicht kommen, so ein paar tote Kibbuzniks musst Du aushalten.“ Nein, jedes Land hat das Recht, seine Grenzen wirksam zu verteidigen, und es ist nicht Israels Problem, wenn Deutschland und die EU das nicht fertigbringen.

Zu den wahren Ursachen der toten Zwei-Staaten-Lösung: Warum eigentlich gelten jüdische Siedlungen in Judäa und Samaria, welche die palästinensischen Araber als ihren zukünftigen Staat sehen, international unhinterfragt als Hindernis für eine Zwei-Staaten-Lösung? Muss ein Palästina etwa judenrein sein, und wenn ja, mit welchem Recht? DAS ist die Frage, die sich hier stellt. Der Gazastreifen ist judenrein, der ethnisch bestgesäuberte Teil der Welt, das Ergebnis ist bekannt. Ein Fünftel der Israelis sind Araber, warum könnten nicht auch ein Fünftel der Palästinenser Juden sein? DIESE eine entscheidende Frage entlarvt die ganze Verlogenheit des konstruierten Nahostkonflikts, der in Wahrheit eine einzige 70-jährige Agitation von palästinensischen Arabern gegen den jüdischen Staat ist. Erklären uns nicht dieselben Medien und Politiker täglich unermüdlich, dass multiethnisches Multikulti toll und erstrebendswert ist? Warum gilt das nicht für Palästina? Fragen über Fragen…

Und noch etwas: Ist US-Präsident Donad Trump das derzeit beliebteste Hassobjekt deutscher Politiker und Medienleute, weil er nach der Wahl tut, was er vor der Wahl versprochen hat? Ist das so außergewöhnlich? Das zeugt von der Verlogenheit deutscher Politiker. Beschämend, wie sie meinen, sich über ihn erheben zu müssen. Sie bekommen garantiert ihre Quittung; dumm nur, dass alle Deutschen mit ihnen zusammen im selben sinkenden Boot sitzen.

Quelle: IDF

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