Deutsches Gericht: Araber sind gleicher als Juden

Gestern ist ein skandalöses Gerichtsurteil ergangen, dessen Folgen für die Beziehungen Deutschlands zu Israel – auch für die BDS-Bewegungen, die hieraus ihren Aufwind generieren – überhaupt noch nicht absehbar sind.

Das ganz unabhängig davon, ob das Urteil in der nächsten Instanz kippt oder nicht. Geklagt hatte ein Israeli gegen die Kuwaitische Staatsairline vor einem deutschen Gericht, weil sie ihm die Beförderung verweigerte, da er Israeli ist. Ich werde diese unsägliche Angelegenheit nicht weitergehend kommentieren, da sie ganze Bände füllen würde. Nur soviel sei gesagt: Diskriminierung von Israelis ausgerechnet von deutschem Boden aus setzt ein verheerendes Signal. Deutsche Gerichte urteilen im Namen des Volkes, und ich sage dem Gericht und Israel: NICHT IN MEINEM NAMEN!

BILD schreibt treffend und hintergründig: „Einem Israeli, dem Kuwait Airways den Transport oder Malaysia die Einreise verweigert, widerfährt das, weil er aller statistischen Wahrscheinlichkeit nach Jude ist.“ Hier der ganze Artikel >>>

WELT: „In Deutschland gilt das Grundgesetz. Es sei denn, die Firma ist im Besitz eines ölreichen arabischen Staates und der Diskriminierte ist Jude. Für diesen Fall gilt nicht das Grundgesetz, sondern der Grundsatz: Tja, da kann man nichts machen.“ Ein sehr guter Beitrag auch in der „Welt“ >>>

Allerdings möchte ich in diesem Zusammenhang auf eine Sache hinweisen, die in dem Artikel schon angeklungen ist. Wenn man als Deutscher in Israel einreist und später wieder ausreist, bekommt man – selbst auf Bitte und Nachfrage – seit einiger Zeit keinen israelischen Stempel mehr in den Reisepass. Der Hintergrund: Die Israelis möchten ihren Gästen nicht die Einreise in arabische Staaten verunmöglichen, denn sie wissen, dass zahlreiche arabische Staaten Bürgern mit israelischen Reisestempeln im Pass (nicht nur Denjenigen mit israelischem Pass!) entweder die Einreise vollständig verweigern oder aber enorme Schwierigkeiten bereiten. Darum gibt es nur noch lose Zettelchen bei der Ein- und Ausreise (s. Foto unten), die man dem Pass lose belegen kann und bei erfolgter Ausreise spurlos entsorgen kann, sodass einem nicht mehr der vermeintliche Makel des israelischen Grund und Bodens anhaftet. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Mich persönlich betrifft diese ganze Problematik insofern nicht, als dass ich nie auf die Idee käme, irgendein moslemisches Land zu betreten- weder Iran, noch Kuwait oder Jordanien. Solange die Dikriminierung von Andersgläubigen, von Frauen, von ganzen Ethnien zur religiös begründeten Staatsräson gehört, solange will ich mit solchen Staaten nichts zu tun haben. Ich würde ja auch keine Zeitreise ins Dritte Reich unternehmen , so das denn technisch möglich wäre.

Meinen Pass ziert inzwischen eine ganze Sammlung dieser Zettelchen.

 

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