Unsagbares doch gesagt

Wundern Sie sich, dass Sie hier tagelang nichts lesen zu dem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Israel? Er hat mich sprachlos gemacht, gar fassungslos, und dazu bedarf es schon einiges. Wunden wollte er heilen, Risse kitten, die beim Besuch von Außenminister Gabriel in Israel entstanden sind. Stattdessen gießt er Säure in diese Wunden und merkt das vermutlich nicht einmal selbst.

Andere Präsideneten (Polen: Andrzej Duda am 17. Januar dieses Jahres) legen Kränze am Grab zu Ehren des  Bruders von Benjamin Netanjahu, Jonatan, nieder, der bei der Geiselbefreiungsoperation in Entebbe (Uganda) von arabischen und deutschen (!) Terroristen ermordet worden ist. DAS hätte Steinmeier wahrlich gut zu Gesicht gestanden. (polnische Terroristen waren übrigens nicht beteiligt). Aber Steinmeier legt einen (selbstverständlich islamkonformen) Kranz zu Füßen eines Massenmörders und Terroristenfürsten (Arafat) nieder. Das hat mir wahrhaft die Sprache verschlagen, für so viel Perfidie habe ich tatsächlich keine Worte mehr. Wer so etwas tut, ist falsch in seinem Amt als deutscher Bundespräsident. Solche perversen Aktionen stehen allenfalls rechten und linken Schergen von NPD und Antifa passend zu Gesicht.

Dann wieder die gebetsmühlenartig verordnete Zwei-Staaten-Lösung: Warum eigentlich fordert gerade Deutschland nicht endlich einen aufrichtigen Umgang mit dieser Frage nach der Zwei-Staaten-Lösung? Wir sind doch sonst immer so gut in der Aufarbeitung von Geschichte – behaupten wir Deutschen zumindest.

Dass die Zwei-Staaten-Lösung heute unrealistischer ist als jemals zuvor sei dabei nur eine Randnotiz wert, jeder vernünftige Mensch weiß das. Und die sogenannte „Besatzung des Westjordanlandes“ ist – wie ich es in diesem Blog mehrfach hinreichend dargelegt habe – eben KEIN Verstoß gegen geltendes Völkerrecht. Das wäre sie erst, wenn es zu einer Vertreibung der Araber käme. Die vertreibt aber niemand, im Gegenteil wollen diese aber ein judenfreies Palästina. Da hat auch die neuerlich umformulierte Charta der Hamas nichts dran geändert.

Wenn man denn nun aber unbedingt für die Araber einen eigenen Staat Palästina möchte, warum wendet man sich historisch korrekterweise nicht vor allem an Jordanien? Die Palästinenser definiert man ja nun logischerweise als die Einwohner des ehemaligen britischen Mandatsgebiets desselben Namens. Dies liegt nun aber seit der Aufteilung zu drei Vierteln auf jordanischem Boden, warum also soll Israel mit dem „Westjordanland“ allein die Last tragen? Jordanien müsste eben 3/4 der Fläche für einen neuen Staat Namens Palästina stellen. Warum wird dies nicht angegangen? Sehr einfach, weil sich dann nämlich das ganze künstlich von Linken, Rechten, überkandidelten „Rechtgläubigen“ der „Friedenreligion“ und sonstigen Antisemiten gepuschte Palästinagetue als gigantische historische Lüge entpuppte, denn quasi alle Jordanier sind so gesehen Palästinenser. Es gibt also längst dieses Palästina, nur hat es den Namen Jordanien. DAS deutlich darzulegen, Herr Steinmeier, wäre Ihre Aufgabe gewesen, anstatt Terrorfürsten zu huldigen, die von Linken und Rechten zu Freiheitskämpfern umstilisiert werden –  nach dieser verqueren Philosophie war auch Hitler ein Freiheitskämpfer für Deutschland. Aber gut, wir sind im Wahlkampf, und beim Kampf um neue Wählerschichten spielen die Muslime inzwischen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Macht man pro-israelische Politik, vergrätzt man diese Schichten. Da ist es, ganz konform mit dem neuen Antisemitismusbericht, sicher klüger, bei den Feinden Israels zu punkten, denn die sind in der Überzahl.

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Eine Antwort zu Unsagbares doch gesagt

  1. Horst schreibt:

    Schlimm, wenn man sich für die Politiker des eigenen Landes schämen muss!!! Mit dieser Geste verhöhnt der deutsche Bundespräsident die Tausenden Terroropfer vor allem in Israel aber auch
    weltweit. Erinnert sei an Flugzeugentführungen mit Geiselnahme und teilweise Ermordung Unschuldiger oder das Das Münchner Olympiaattentat..

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