Palästina? Eine antizionistische Weltverschwörung

Erste Nennungen des Gebietes „Palästina“ gibt es bereits ab etwa 200 v. Ch. in der Septuaginta, nach einigen Quellen auch noch früher. Dort ist es das  Land der Philister (heb. Pleschet, Pelischtim, griech. Palaistínē, lat. Palästina). Dieser Name bezog sich nur auf den schmalen Küstenstreifen südlich von Jaffa bis zum Sinai. Woher die Philister, ein kriegerisches Seefahrervolk, ursprünglich stammen, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man vermutet aufgrund verschiedener archäologischer Befunde, dass sie entweder aus Ägypten oder aus Südeuropas Küstengebieten kamen. Araber waren es in jedem Fall nicht. Interessant ist die Herkunft des ursprünglich hebräischen Begriffs an sich, der abgeleitet ist aus einer hebräischen Sprachwurzel: פ-ל-ש (übertragen inetwa wie: p – l- sch/ß)

Diese Sprachwurzel bildet Verben wie: eindringen, einfallen in (etwas), (etwas) durchbrechen, sich wälzen… und gibt bereits hier die Eindrücke der Hebräer wieder, die sie mit diesem Volk verbanden. In jedem Fall wurden sie im Land Kanaan als ständige Bedrohung wahrgenommen.

Kaiser Hadrian benannte im Jahre 135 nach Ch. die römischen Provinzen Syria/Judäa in Syria/Philistaea um. Diese Umbenennung war eine Trotz- und Umerziehungsreaktion auf den jüdischen Bar-Kochba-Aufstand (Simon Bar Kochba von 132-135) gegen die römische Besatzungsmacht. Die Umbenennung sollte dafür sorgen, dass die Juden (in der Diaspora) dieses Land und auch Jerusalem (umbenannt vom hebräischen „Jeruschalaim“ ירושלים ins lateinische „Aelia Capitolina“) vergessen.

Das römische Philistea bestand bis etwa 634 n. Chr, also auch zu der Zeit, in der der neue Teil der Bibel verfasst wurde, der seitdem den Christen ein täglicher Begleiter ist.

Durch die häufige Verwendung des Begriffs „Palästina“ im NT hat sich dieser Name gewissermaßen ins kollektive Gedächtnis der Christenheit eingebrannt, ist aber aus oben genanntem Grund seinem Ursprung nach ganz offen antijüdisch motiviert. Auf diese unterschätzte Problematik und ihre gezielte Politisierung im 20. Jahrhundert komme ich weiter unten noch eingehender zu sprechen.

Völkerbundsmandat

Als die osmanische Herrschaft (unterschiedliche Namen für Teilbereiche dieses Gebiets) über diese Region durch die Briten abgelöst wurde, benannte man die Fläche des heutigen Israel und des heutigen Jordanien wiederum in Palästina um, wobei es sich dabei immer nur um die Abgrenzung eines geografischen Gebiets von anderen Gebieten, niemals aber um einen Staat als politisch autonomem Gebilde mit eigener Regierung, eigenem Volk, eigener Sprache, Währung oder Ethnie gehandelt hat. Dieses Gebiet Palästina wurde in Transjordanien (östlich des Jordans) und Cisjordanien (westlich des Jordans) aufgeteilt (Flächenverhältnis: 22% Cisjordanien : 78 % Transjordanien). Transjordanien blieb späterhin bis 1950 die offizielle Staatsbezeichnung Jordaniens. Diese Landfläche wurde bereits 1922 aus dem Gesamtverband ausgegliedert.

britisches-mandatsgebiet

Bereits in der BalfourDeklaration vom 2. November 1917 erklärte sich Großbritannien einverstanden mit dem 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten. In diesem Gebiet wohnten aber ununterbrochen mehr oder weniger kleine Gemeinschaften von Juden. Die meisten Juden aber waren seit ihrer Vertreibung weitgehend in alle Länder zerstreut und litten in der Diaspora immer wieder unter Pogromen und Antisemitismus. Der Zionismus wollte dem durch einen eigenen Staat ein Ende setzen. Sicher spielt hierbei bei frommen Juden (und im letzten auch bei gläubigen Christen, die das jüdische Bestreben unterstützten) die biblische Verheißung eine bedeutende Rolle, denn nach der Bibel hat G-tt den Israeliten das Gelobte Land zugesprochen.

Nun kann im politischen Weltgefüge eine mehrere tausend Jahre alte Schrift (die Bibel) nicht als allgemeinverbindliches Grundbuch herhalten, so schmerzhaft diese Erkenntnis auch sein mag. Die Argumentation, alle anderen Völker seien auch irgendwann einmal aus ihrer Stammheimat vertrieben worden und abgewandert, ist schlüssig, denn nur militärisch-stratigisch starke Völker konnten über einen längeren Zeitraum Gebiete halten, die Israeliten nun offenbar nicht. Erwiesenermaßen waren die Ausrottungsaktionen der Nationalsozialisten gegen das jüdische Volk nicht der Grund für das Betreiben einer jüdischen Staatsgründung, denn das setzte ja weit vorher schon ein, sie spielten aber im kollektiven Bewusstsein unzweifelhaft eine bedeutende Rolle für den Zeitpunkt und die politische Legitimation.

Bei der Eingliederung der neu zuwandernden Juden sollten die Rechte bestehender nicht-jüdischer Gemeinschaften gewahrt bleiben. Ze’ev Jabotinsky, einer der Gründungsväter des Zionismus, bekundete 1923 ausdrücklich seine Bereitschaft „einen Eid zu leisten, der uns und unsere Nachfahren daran bindet, dass wir niemals irgendetwas tun werden, das gegen das Prinzip der gleichen Rechte geht und dass wir niemals versuchen werden irgendjemanden zu vertreiben“.

Arabische Staaten, auch das palästinensische Nachbarland Jordanien, kennen keine Gleichheit für jüdische Einwohner, im Gegenteil wurden diese immer wieder verfolgt, getötet, bestenfalls vertrieben. Viele dieser Länder sind judenrein.

Durch die zunehmende Zuwanderung vornehmlich europäischer Juden nach Palästina waren die arabischen Führer alarmiert. Vor allem von Transjordanien aus wurden regelrechte Ansiedlungsprojekte von Arabern in dem Bereich des zukünftigen jüdischen Staates betrieben, um dieses Gebiet weiter zu arabisieren.

Durch den Zionismus sollte sowohl der Zuzug als auch die geschlossene Ansiedlung von Juden unterstützt werden. Die arabischen Führer lehnten – entgegen des ausdrücklichen Wunsches der arabischen Bevölkerung –  schon früh im 20 Jh. den Zuzug weiterer Juden im Zuge des Zionismus ab. Ebenso lehnten sie später das Mandat als rechtlich nichtige Machenschaft der Großmächte ab, da sie meinten, es verletze ihr Selbstbestimmungsrecht. Der Landstrich war allerdings zu diesem Zeitpunkt dünn besiedelt und lag in großen Teilen brach, wobei die wenigen Bewohner multiethnisch und untereinander tolerant waren. Dazu gehören Juden, Araber, Christen, Drusen und Beduinen gleichermaßen. Das ständige antizionistische Bemühen der arabischen Führer gipfelte nach dem Nationalsozialismus in dem gewalttätigen Versuch, die UNO-Resolution vom 29. November 1947 zu verhindern, die die Gründung zweier Staaten im Gebiet Palästina forderte. Die Juden hingegen begrüßten diese Resolution mehrheitlich.

Als der Nationalsozialismus in Deutschland herrschte und seine Angriffskriege und gleichermaßen seine Vernichtungsmaschinerie gegen die europäischen Juden in Gang setzte, fand das Hitlerregime in Mohammed Amin al-Husseini, dem Großmufti von Jerusalem und Präsidenten des obersten islamischen Rats, einen geistesverwandten Verbündeten. Husseini übernahm bereits 1936 die Führung des arabischen Aufstands und organisierte anti-britische und antijüdische Aktionen. Religiöse Aspekte wurden dabei zunehmend politisiert und mit Stereotypen und Vorurteilen versetzt, welche zu der Zeit besonders in Europa grassierten. Das kam Hitler sehr gelegen, und er wusste es für sich zu nutzen. Amin al-Husseini spielte eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung des modernen Antisemitismus im arabischen Raum und bei der Zusammenarbeit von islamischen Antisemiten mit den Nationalsozialisten. Er war überzeugter Befürworter der Vernichtung der europäischen Juden im Deutschen Reich. Er knüpfte Kontakte zu den Nationalsozialisten, gewann die Unterstützung durch deutsche Führungseliten und lebte ab 1941 in Berlin. Al-Husseini war Mitglied der SS und betrieb Propaganda für Deutschland in arabischer Sprache. In der Spätphase des Zweiten Weltkrieges half al-Husseini auf dem Balkan bei der Mobilisierung von Moslems für die Waffen-SS (Handschar).

1948 wurde der Staat Israel gegründet, und damit begann eine beispiellose Umsiedlungswelle arabischer Menschen in die Gebiete von Judäa und Samaria, um der arabischen Staatengemeinschaft ein politisches Druckmittel gegen den neu gegründeten jüdischen Staat zu verleihen.

Arabische Umsiedlungsprojekte

Eine Studie durch den Orientalisten und Historiker Dr. Shlomo A. Ben Elkanah in den Jahren 1943 bis 1947 ergab, dass in mehr als 800 Ortschaften im Gebiet von Judäa und Samaria die arabische Bevölkerung ganz überwiegend aus anderen Ländern eingewandert war.

Beispiel Schechem שכם (lat. bibl. Sichem), heute arabisch Nablus

Zwischen 1948 und 1967 wurden zehntausende Araber in die alte Stadt Sichem umgesiedelt. Dies wurde durch den Jordanischen König Hussein zwecks Arabisierung dieser ehemals alten jüdischen Stadt betrieben. Er war es auch, der dem „Westjordanland“ – ehemals Judäa und Samaria – nach deren Eroberung 1948 seinen Namen gab. All dieses Neusprech hat die westliche Welt kritiklos übernommen. Ähnliche Projekte gab es im gesamten Bereich dieses Landstrichs.

Unter Jassir Arafat etablierte sich der Begriff Palästinenser entgültig, lanciert durch ständige und systematische Indoktrination der Araber zur Identitäststiftung. Arafat ist gewissermaßen der Vater aller Palästinenser, denn vor ihm gab es sie noch nicht. Zunächst wurde dieser Begriff durch die arabische Bevölkerung abgelehnt, hielten sie doch die Juden für die eigentlichen Palästinenser und wollen nicht mit ihnen verwechselt werden. Als aber das Bewusstsein für eine erfolgreiche Politisierung im Sinne der Araber für diesen Begriff reifte, stieg im selben Maße auch die Akzeptanz des Names. Die gesamte westliche Welt hat diesen Namen kritiklos übernommen. Die Propaganda wirkt derartig nachhaltig, dass selbst ein Großteil der jüdischen Israelis inzwischen den Begriff „Palästinenser“ für diese Araber benutzt, wobei sie damit von genau demjenigen Kakao trinken, durch den sie durch den Begriff selbst gezogen werden – für mich ein absurdes und wohl einmaliges Phänomen der Weltgeschichte.

PLO gibt politischen Missbrauch offen zu

Ganz offen hat 1977 ein führender Vertreter der PLO, Zuheir Mohsen, den genau kalkulierten Missbrauch zugegeben, der mit dem Namen Palästina getrieben wird:
„Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen Israel und für die arabische Einheit. Da Golda Meir die Existenz eines palästinensischen Volkes leugnet, behaupte ich, dass es ein solches Volk gibt und dass es von den Jordaniern zu unterscheiden ist. Doch in Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern und Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir alle gehören zum arabischen Volk. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir von der Existenz einer palästinensischen Identität, da es im nationalen Interesse der Araber liegt, eine separate Existenz der Palästinenser dem Zionismus gegenüberzustellen. Aus taktischen Gründen kann Jordanien, das ein Staat mit festen Grenzen ist, keinen Anspruch auf Haifa und Jaffa erheben.
Dagegen kann ich als Palästinenser Haifa, Jaffa, Beerscheba und Jerusalem fordern. Doch sobald unsere Rechte auf das gesamte Palästina wiederhergestellt sind, dürfen wir die Vereinigung Jordaniens mit Palästina keinen Augenblick mehr verzögern“
/Pf/ S.141, aus W. Roxan, Israel und die Palästinenser, Darmstadt 1978, S.66. >>>

Die heutigen Araber, die sich als „Palästinenser“ definieren, fabulieren zu ihrer historischen Legitimation eine genetische und sonstwie gelagerte ethnische Verwandtschaft mit dem historischen Volk der Philister herbei, die erwartungsgemäß inzwischen wissenschaftlich klar widerlegt wurde. Das wird völlig ignoriert. Und so hängt die ganze Welt einem Märchen an, das nur leider anstatt Prinzen und Feen zu gebären immer wieder Terror, Leid und Blut produziert – vor allem zum Nachteil der Juden, im letzten aber auch zum Nachteil desjenigen arabischen Bevölkerungsanteils, der von undurchschaubaren politischen Interessen  instrumentalisiert und missbraucht wird.

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