Der Papst und sein „Friedensengel“

Update vom 30.05.2015 s. unten!
Heute hat Papst Franziskus in Rom zwei arabische Frauen selig gesprochen. Nun, Seligsprechungen haben seit Johannes Paul dem II. eine gewisse Inflation in der katholischen Kirche erfahren, insofern bedürften diese beiden Fälle eigentlich keiner besonderen Beachtung, wenn die Begleitumstände dazu nicht von besonderer politischer Brisanz wären.

Gestern hat der Papst den Terrorschergen und Pal-Araber-Führer Mahmoud Abbas, genannt Abu Mazen, empfangen. Sie haben gegenseitig herzlich Geschenke ausgetauscht, und der Papst hat den Terrorfürsten zum  „Friedensengel“ gekürt. Der „Friedensengel“ sicherte dem Papst gnädigerweise Religionsfreiheit für Kaholiken in ihrem gemeinsamen Hirngespinst „Palästina“ zu. O.k., solange sie ihm als Pilger zu den Lebensstätten Jesu Devisen bringen, mag er sie gern in Ruhe lassen und melken, aber man weiß nun aus  täglicher Nachrichtenanschauung , dass Muslime, sofern sie in der Mehrheit sind, in aller Regel mit Christen nicht gerade zimperlich umgehen. Das beweisen eindrucksvoll alle 22 arabischen Staaten und x weitere muslimische Staaten darüber hinaus.

Etwas Entscheidendes vergessen beide Herren in ihrer Euphorie: Die christlichen Pilger, die nach „Palästina“ pilgern, befinden sich dann auf israelischem Staatsgebiet, und dort haben weder der Papst als Vatikanpremier noch Abbas als Fantasialand-Premier irgendetwas zu gewähren. Aber sowas kann man im Eifer des Verbrüderns zweier Friedensengel natürlich schon mal vergessen, es sei ihnen verziehen. Israel sichert JEDEM Menschen Religionsfreiheit zu, selbst der Palästinenserreligion.

Dass Katholiken mit manchem, was aus Rom an Äußerungen kommt, ein ziemlich dehnbares Herz haben müssen, ist bekanntermaßen Normalität, aber dass ein Papst unter einer derartigen Realitätsverblendung leidet, schlägt selbst für manchen seiner treuesten Fans dem Fass den Boden aus.

Nebenbei ließ Rom verlauten, dass der Vatikan bereits seit 2013 einen Staat Namens Palästina anerkenne. Diese Anerkennung soll in Kürze auch mit Verträgen belegt werden.
Dieser vom Papst so geschätzte „Friedensengel“ Abbas ist ein Ziehsohn von Jassir Arafat, dem PLO-Idol. Arafat war seinerseits wiederum der wichtigste Ziehsohn von Mohammed Haj Amim al-Husseini, dem gefürchteten Großmufti von Jerusalem, mit dem bekanntermaßen Adolf Hitler paktierte. Die verwandtschaftliche Linie vom Großmufti bis hin zu Abbas ist belegt, denn sie gehören ein und demselben Clan an. Wichtiger aber als das Blut ist hier die absolut identische Geisteshaltung dem jüdischen Volk gegenüber.

HaOlam schreibt:

Wer ist Mahmud Abbas?

Abbas (eigentlich: Abu Mazen) promovierte über die Geschichte des Zionismus, der Titel seiner Dissertation lautet: Связи между сионизмом и нацизмом (1933–1945 гг.), zu deutsch „Die Zusammenhänge zwischen Zionismus und Nazismus 1933–1945”. In dieser Arbeit sowie in einem arabischen Buch, das auf seiner Dissertation beruht, stellt Abbas in Abrede, dass der Holocaust zum Tode von 6 Millionen Juden geführt hat und spricht stattdessen von „möglicherweise weniger als einer Million”.

Abu Daud, der Hauptverantwortliche für den Anschlag auf das israelische Olympiateam 1972 in München, bestätigte, dass Abbas als Finanzchef der PLO von dem Attentat gewusst und es finanziell unterstützt habe.

Glückwunsch Papst Franziskus, was willst du uns mit Deinen hirnrissigen Aktionen mitteilen? Hat die katholische Kirche nicht in den vergangenen beiden Jahrtausenden im Bezug auf die Juden immer wieder kläglichst versagt und sogar geholfen, sie auszurotten, zu vertreiben und zu entmenschen? Warum ist diese Kirche in Vielem erstaunlich lern- und wandlungsfähig, aber warum ausgerechnet im Bereich des Antisemitismus nicht?

Ich empfehle als Abrundung einen Artikel aus einem deutsch-jüdischen Onlinemagazin.

Update, 30.05.2015 „Jeder der das jüdische Volk und den Staat Israel nicht anerkennt, macht sich des Antisemitismus schuldig.“

So Papst Franziskus im Gespräch mit dem portugiesischen Journalisten Cymerman am gestrigen Donnerstag. Ebenfalls machte Franziskus deutlich, dass er Abbas auf keinen Fall als ‚Engel des Friedens’ bezeichnet habe – er habe ihm auf italienisch gesagt, dass er hoffe das Abbas eines Tages ein Engel des Friedens sein könnte, davon aber weit entfernt sei.

Abbas hat somit eine diplomatische Schlappe einstecken müssen – seine Lügen und Manipulationen wurden im Vatikan erkannt. Die Frage stellt sich, ob diese Kehrtwendung des Heiligen Stuhls auch in den deutschen Medien Eingang finden wird.

Danke für die Info an Pfarrer Gabriel Naddaf, Nazareth

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5 Antworten zu Der Papst und sein „Friedensengel“

  1. faehrtensuche schreibt:

    Entschuldige, aber ich glaube nicht, dass Papst Franziskus so naiv oder realitätsverblendet ist wie man annehmen könnte. Ich denke vielmehr, dass es „eisernes“ (s. auch sein Kreuz) Kalkül ist!

  2. faehrtensuche schreibt:

    Ich gebe noch zwei weitere Stichpunkte (es gibt weitere):
    1. Wieso kommt man als Jesuit dazu, sich mit der Wahl zum Papst plötzlich auf den heiligen Franz (Franz von Assisi) zu berufen? Die Jesuiten haben mit den Franziskanern wenig gemein(sam)!
    2. Die Jesuiten dürfen nach ihren Satzungen eigentlich (eigentlich!!!) nicht Papst werden oder sein!
    Viel Freude beim „Forsten“, solltest du ein bisschen recherchieren wollen.

    • Henny Jahn schreibt:

      Danke, ja, so in diese Richtung gingen auch meine Gedanken, denn dumm oder unwissend kann der „schlaue Junge“ nicht sein. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“, das ist für mich das Stichwort in Sachen Papst. Was hat er aber seit seinem Amtsantritt tatsächlich getan außer große sozialistische Worte zu machen und einen Haufen Vatikanmitarbeiter arbeitslos? Vielleicht ist sein Atem länger als meiner, wollen wir es hoffen, dass er eine geschickte Strategie hat, den Taqiyyameister aus Palliland auszuhebeln.

      • faehrtensuche schreibt:

        Bei Arutz Sheva („Did the Pope Really Call Abbas an ‚Angel of Peace‘?“) ist zu lesen, dass es sich womöglich um einen Übersetzungsfehler handelt. So habe der Papst – bei dem Versuch, Abbas zur Rückkehr von Friedensgesprächen zu überzeugen – gesagt, Abbas möge oder könnte ein Friedensengel sein.

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