Der größte Lump im ganzen Land…

Das berühmte Zitat von Hoffmann von Fallersleben: „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!“ hat an Aktualität nichts verloren. Das Coronavirus rafft nicht nur Menschenleben dahin sondern bringt noch eine andere, mindestens genauso gefährliche Seuche zum Vorschein, denn es erweckt wegen Langeweile und Frustration in einigen charakterlosen Zeitgenossen die niedrigsten Instinkte und gibt ihnen willkommene Gelegenheit, ihnen freien Lauf zu lassen.

So empört sich eine Sylvia Heger Anfang dieser Woche in einem Leserbrief in der WR wegen einer Messfeier in der Dortmund-Hombrucher St. Clemens-Kirche, in dem sie ihrer Argumentation nach klar zugibt, dass es ihr nichtmal um die Sache geht: Abstandsregeln wegen Schutz vor Corona, die ihrer eigenen Aussage nach eingehalten wurden („…natürlich mit großzügigem Bankabstand…“), sondern um puren Stunk, denn man kann nicht gleichzeitig behaupten, dass Abstandsregeln „natürlich mit großzügigem Bankabstand“ eingehalten wurden, aber die Leute mit Corona wieder aus der Kirche kommen („…wird schnell die Gemeinschaft von Infizierten“) weswegen sie lieber tief im Glauben (an was auch immer) zuhause bliebe. Glückwunsch, Frau Heger, zu diesem geistigen Kurzschluss, so leicht lässt sich nicht jeder Denunziant überführen, die meisten dieser besonderen aber verzichtbaren Marke sind da schon schlauer als Sie!

Sie selbst oder eine ähnlich d…(Selbstzensur) Person hat den Ruhr-Nachrichten zum Samstag vorher Ähnliches souffliert, die sich nicht einmal entblödet haben, dieser „Dame“ ein großes Forum für ihren Hirnmüll zu bieten: RN >>>

Dazu schrieb ich folgenden Leserbrief, der natürlich NICHT gedruckt wurde, denn mit Selbstkritik haben es die RN erfahrungsgemäß noch nie so gehabt:

Sehr geehrte Frau Linnhoff (das ist die verantwortliche Schreiberin des betreffenden Artikels)

mit einigem Erstaunen habe ich Ihren Artikel in der Wochenendausgabe über St. Clemens, Dortmund-Hombruch gelesen, wo angeblich mit einer Messfeier gegen Corona-Abstandsregeln verstoßen worden sein soll. Der Pfarrer hat die Situation ja nun richtiggestellt. Mich befremdet, dass sich die Ruhr-Nachrichten von Denunzianten vor den Karren spannen lässt, es erinnert mich an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte (Fr. Müller an Gestapo: „Unser Nachbar hat im Keller einen Juden versteckt“). Was sind das für Leute, die durch Gotteshäuser reisen, um vermeintliche Vergehen vor die Öffentlichkeit zu bringen? Kirchenhasser? Verkrachte Existenzen, die anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnen? Die zu feige sind, zum Pfarrer zu sagen „Hören Sie mal Hochwürden, das mit den Abstandsregeln interpretiere ich aber anders!“? Armes Deutschland! Es beängstigt mich, dass das feige Denunziantentum unter dem Deckmantel von Allgemeinschutz wieder fröhlich Urständ feiert, das war auch in Hitler-Deutschland und Honecker-DDR dieselbe Begründung.

Gern können Sie diesen Text als Leserbrief abdrucken

Mit freundlichen Grüßen
Henny Jahn

Diese Leute können sich ja nun lustig weiter in ihrem Denunziantendreck suhlen, denn der nächste Gottesdienst in St. Clemens, Dortmund-Hombruch, ist genau gleich um 18.00 Uhr. Bitte schon mal die GESTAPO, die VOPO, SS-SIGGI, das ORDNUNGSAMT, die POLIZEI und natürlich andere Denunzianten informieren, denn gemeinsam suhlen macht noch mehr Freude, da können die Schweine ein Lied von singen…

…ach ja, liebe Frau Sylvia Heger und Co., kaufen Sie fleißig Glasreiniger, damit Sie Ihren Spiegel auch putzen können, da Sie – wenn Sie noch einen Rest Anstand im Leibe haben –  wahrscheinlich jedes Mal kotzen müssen, wenn Sie sich selbst darin betrachten.

UPDATE 5.5.2020: Ein sehr ähnlich lautender Leserbrief wie derjenige in der WR steht heute, 5.5.2020, in den Ruhr-Nachrichten, natürlich wieder von Frau Sylvia Heger. Ich habe mich in diesem Zusammenhang abermals an Frau Linnhoff gewandt, da mich über dieses Blog einige Zuschriften als Kommentare erreicht haben, die ich ihrer Wortwahl wegen nicht freischalten kann (Ausschlussgründe s. Impressum). Ich bitte Sie davon abzusehen, hier zu kommentieren, sondern sich direkt an die RN und die WR zu wenden; das ist der gemeinsamen Sache – dem Kampf gegen feiges Denunziantum- zuträglicher.

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