Israel: Der Mai wird ‚heiß‘

In den kommenden Tagen und Wochen stehen allerhand wichtige Entscheidungen und Ereignisse an, die für Israel von höchster Bedeutung sind: Zum 70-jährigen Staatsjubiläum nach dem römischen Kalender am 14.5.2018 hat die Hamas alle palästinensischen Araber dazu aufgerufen, einen Marsch auf die Grenzen Israels zu starten um die vermeintliche Heimat zurück zu erobern. Seit Wochen eskaliert pünktlich nach dem Freitagsgebet, das im Gazastreifen mit antiisraelischer Volksverhetzung gleichzusetzen ist, die Gewalt gegen die israelische Grenzsicherung.

Ebenfalls am 14. Mai wird die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen, was de facto gleichzeitig eine bedingungslose Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt darstellt und von den palästinensischen Arabern und deren zahlreichen Sympathisanten als Affront aufgefasst wird. Dieser Meinung schließen sich leider die meisten westlichen Staaten an.

Spätestens zwei Tage zuvor wird US-Präsident Donald Trump erklären, ob die USA im internationalen Atomabkommen mit dem Iran von 2015 verbleiben werden und falls ja, unter welchen Bedingungen. Der Iran erklärte bereits, dass Nachverhandlungen für ihn ausgeschlossen seien. Von Trumps Entscheidung hängt für Israel viel ab, da Israel den Iran (auch ohne Atomwaffen) als die größte Bedrohung für sein Territorium ansieht, denn die Vernichtung des jüdischen Staates ist ein erklärtes iranisches Staatsziel, auf das der Iran trotz Atomabkommen zielstrebig hinarbeitet. Sollte das Atomabkommen kippen, sieht der Iran dies als Carte blanche gegen Israel – zumindest ist nach allen bisherigen Ankündigungen des Mullahregimes davon auszugehen.

Der Iran rüstet an der Nordgrenze Israels, sowohl im Libanon als auch in Syrien, besonders auf dem syrischen Teil der Golanhöhen, Terrormilizen mit Waffentechnologie aus, die sowohl in der Qualität als auch in der Qunatität eine immer ernstere Bedrohung für Israel darstellt. Vorneweg ist hier die Hisbollah zu nennen, die aufgrund ihres äußeren Gebahrens vom Westen (außer USA und Israel) nicht als Terrormiliz definiert und somit verharmlost wird.

Der Iran macht Israel für Angriffe auf militärische Infrastuktur in Syrien verantwortlich, ebenso für den Tod einiger iranischer Militärs, die bei diesen Angriffen getötet wurden. Von einer Vergeltung dieser Aktionen durch en Iran ist auszugehen. Dies ist wohl nur eine Frage der Zeit, anzunehmenderweise abhängig von Trumps Entscheidung zum Atomabkommen.

Israel steht so oder so am Rande eines Krieges mit dem Iran. Es wird die militärische Präsenz des Iran in der Nähe seiner Grenzen nicht dulden. Dieses Problem wird in baldiger Zukunft auf die ein oder andere Weise gelöst.

Geradezu grotestk wirken angesichts des völlig einsatzunfähigen deutschen Militärs mit gerade einmal vier einsatzfähigen Eurofightern, seeuntüchtigen U-Booten und ebenso flugunfähigen Helikoptern die heeren Schwüre der deutschen Politik, nach denen die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson sei.

Deutschland täte gut daran, mit seiner Botschaft ebenso nach Jerusalem umzuziehen um damit ein klares Zeichen zu setzen. Stattdessen kostümiert man sich lieber für einen Tag als Jude und läuft mit Kippa durch den Bundestag oder unter Polizeischutz durch relativ moslemarme Stadtteile (um ja niemanden zu provozieren), was auch immer das bringen soll. Ritualisiert beschwört man das ewige „nie wieder“ und gedenkt damit der toten Juden, während man die eher unbequemen lebenden (die toten sind da viel einfacher zu handhaben und politisch gut gegen Andersdenkende zu instrumentalisieren) lieber über Verständnis für arabisch-palästinensische Belange, über Grenzsicherung (wobei man im eigenen Land in dieser Hinsicht völlig versagt) und ähnliche Dinge meint belehren zu müssen. Deutschland von seiner peinlichsten Seite. Manchmal wäre es besser, Deutschland würde einfach nur mal die Klappe halten. Gilt übrigens für Kirchenfürsten im Bezug auf Kreuze in bayerischen Amtsstuben genauso.

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2 Antworten zu Israel: Der Mai wird ‚heiß‘

  1. Dr. Franco Rest schreibt:

    Was haben Kreuze in Bayerischen Amtsstuben mit dem Iran-Israel-Konflikt zu tun? Ich möchte durchaus gegen diese Kreuze sein, aber nicht bei einem solchen Gematsche von Argumenten.

    • Henny Jahn schreibt:

      Oh das ist lustig. Die Kreuze haben mit dem Irankonflikt selbstredend nichts zu tun, sehrwohl aber damit, dass deutsche Politiker sich vorzüglich gern schulmeisterlich und inhaltlich völlig kompetenzbefreit zum Berater Israels aufspielen, deutsche Geistliche sich wiederum gern schulmeisterlich in die Angelegenheiten der Politker einmischen, von denen sie beim nächsten Anlauf von Links gegen die Kirchensteuer aber Unterstützung erhoffen. Wenn jeder Schuster bei seinem Leisten bliebe, wäre allen geholfen. Gilt für jeden, auch für mich. Ich weiß einfach zuviel über diese beiden Konflikte, als dass ich mich da heraushalten könnte. Die Mechanismen hinter der Kritik von Politikern und derjenigen von Kirchenfürsten sind sehr ähnlich.

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