Der Papst und der türkische Staatsterrorist

In Zeiten, in denen die Türkei völkerrechtswidrig ohne existenzielle Notwendigkeit in den syrischen Bürgerkrieg eingreift um sich eine ungeliebte Minderheit vom Hals zu schaffen und den Tod hunderter Zivilisten in Kauf nimmt, hat der Papst offenbar mit dem Anzettler dieses Massakers nichts Wichtigeres zu diskutieren als den Status von Jerusalem.

Zumindest legen das die bislang zugänglichen Quellen – genährt vom türkischen Propagandaministerium – nahe, denn der Vatikan hüllt sich darüber bis jetzt in Schweigen. Das Massaker an den Kurden in Syrien war nur ein diplomatisches Nebending beim Treffen des Papstes mit dem türkischen Präsidenten Erdogan.

Ach ja, Islamophobie war auch wohl wichtiger als Erdogans Massaker, nicht aber ganz so wichtig wie Jerusalem, sicher deswegen wichtig, weil ja im Namen dieser sogenannten Religion „Islam“ null und nichts an Terror geschieht und ergo selbstverständlich niemand ein Recht darauf  hat, sich vor dem Islam zu fürchten, denn nichts anderes als eine Angststörung ist per klassischer Definition eine Phobie. Hätte der Papst den Koran gründlich gelesen und seine logischen Schlüsse daraus gezogen, müsste er auf andere Resultate kommen als auf diejenigen einer Friedensreligion, bei der der Friede in Wahrheit erst in der absoluten Unterwerfung unter den Islam besteht bzw. alternativ in einen Friedhofsfrieden mündet. Islam heißt übersetzt Unterwerfung und nicht Frieden (Salam), wie immer wieder hartnäckig falsch behauptet wird. Arabisch kann sehr nützlich sein im Begreifen dessen, was noch auf uns zukommen könnte. Der Papst müsste um Kopf und Kragen fürchten, aber weit gefehlt. Im Gegensatz zum Christentum hat sich der Islam seit seiner Gründung keinen Millimeter weit reformiert. Wobei man sich mit einigem Recht fragen muss, wo eigentlich die maßgeblichen Protagonisten des ach so friedlichen Islams in entsprechenden Staatsapparaten mit Schariarecht zu finden sind, denn geben müsste es sie ja, laut päpstlicher Philosophie. Unter all diesen Prämissen wäre der Begriff „instinktlos“ noch die diplomatischste Bezeichnung für dieses bestenfalls überflüssige Treffen.

Gerne verteilt der Papst seine Friedensengelmedaille an Terroristen wie z. B. Mahmoud Abbas und nun jüngst auch an Erdogan. „Das ist der Engel des Friedens, der die Teufel des Krieges erwürgt“. Nunja, lieber Papst, ein Stück Metall in Form einer solchen Medaille ist allenfalls ein Fetisch fürs Ego seines Empfängers weil eine Trophäe als Beweis der Schwäche des Gegenübers, aber die Sorte Metall, die Abbas und Erdogan in Form von Projektilen aller Art lustig gegen ihre herbeifantasierten Gegner  verteilen, ist leider tödlich. Insofern hast du die Adressaten verfehlt. Gib ihnen lieber die Androhung von Hölle und Fegefeuer mit, die Deine deutschen Bischöfe mit Vorliebe mehr oder weniger subtil gegen Vereine, Parteien und Leute aussprechen, die sich gegen die Islamisierung unseres Landes zur Wehr setzen. Wobei eben diese amtlich eingesetzten Kirchenleute vergessen, dass drei Finger auf sie zurückweisen, wenn sie mit einem Finger auf jemand anders zeigen, aber lassen wir diesen anatomischen Schabernack Gottes.  Wenigstens ER hat Humor.

Ich frage mich immer, was der Papst am Status Jerusalems mit faktisch islamischer Dominanz auf dem Tempelberg so toll findet, dass sein deutscher Chefbischof aus lauter Servilität beim Besuch dort sein Brustkreuz ablegt, weil er dort sonst Ärger mit den Moslems bekommt. Glaubt er allen Ernstes, dass Israel den Moslems und den Christen dort oben das Beten verbieten will, wenn alle Länder ihre Botschaften dorthin verlegten? Wer verbietet das denn den Juden und den Christen? Die Moslems. Ist das etwa ein aufrecht zu erhaltenes wertvolles islamofaschistisches Kulturerbe? In Israel herrscht Religionsfreiheit – außer dort, wo die Moslems das Sagen haben. Ich weiß nicht, was man als Christ so toll daran finden kann, religiös diskriminiert zu werden, Märtyrerkomplex? Stockholmsyndrom? Muss man mal den Papst fragen.

Ich erinnere mich an jenen denkwürdigen Tag, als ich in Jerusalem in die falsche Buslinie bzw. in die falsche Richtung eingestiegen war und am Ende unfreiwillig in Betlehem landete. Als ich meinen Fehler bemerkte, war es im Grunde schon zu spät zum Aussteigen, draußen randalierten irgendwo im Hintergrund irgendwelche Arabermobs. Also wollte ich mit dem nächsten Bus in die andere Richtung wieder zurück. Die Warterei dort sei viel zu gefährlich, sagte mir der Busfahrer. Er war Jude, wie die meisten Egged-Busfahrer, und sie beten vor Antritt ihrer Schicht gemeinsam für die Sicherheit ihrer Passagiere. Weiß der Papst sicher auch nicht. Der Fahrer hatte nach der letzten Haltestelle Bethlehem eigentlich Feierabend, aber anstatt direkt ins Depot zu fahren, brachte er mich mit seinem Linienbus direkt bis vor die Knesset – in seinem Feierabend. Mit Privatchauffeur bin ich auf diese ungewöhnliche Weise noch nie dahin gekommen, fand ich sehr nett von ihm. Er hatte Angst um meine Sicherheit wegen der Araber. Und der Papst hat Angst um die Sicherheit der Araber, wegen wem eigentlich? Ich weiß nicht, in was für einer Welt dieser Mann lebt, aber sicher nicht in meiner.

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3 Antworten zu Der Papst und der türkische Staatsterrorist

  1. faehrtensuche schreibt:

    Vielleicht ist der Papst ja heimlich zum Islam konvertiert? 😉 …
    Welch eine Signalwirkung! …

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