Menora und Sefirot, Symbole des Schöpfungsmythos

256px-Menora_vor_der_KnessetHeute habe ich mir eine Menora bestellt, das ist der siebenarmige Leuchter der jüdischen Tradition. Er geht auf eine Beschreibung im Buch Exodus für den Kult zurück (Ex 25,31-40). Da wir Christen Abkömmlinge der Juden sind (Jesus Christus war Jude), ist es gut und sinnvoll, sich mit den alten Traditionen des Judentums zu befassen. Die Menora symbolisiert die Erleuchtung. Meine ist eine Replik der Menora vor der Knesset in Jerusalem (s. Bild) und stellt die 12 Stämme Israels dar. Die Knesset-Menora ist das Hauptwerk von Benno Elkan (1877–1960), einem aus Dortmund stammenden jüdischen Bildhauer.

In vielen jüdischen Symbolen finde ich immer wieder Beziehungen zu meinen harmonikalen Studien und Erkenntnissen.

Die Menora steht auch symbolisch für den Baum des Lebens, ebenso wie das harmonikale Lambdoma.

Sieben Kerzen – die sechs Tage der Schöpfung, die exponierte, mittlere siebte Kerze als Tag der Ruhe Gottes. Die 7/1 ist in den physikalischen Proportionen die erste Dissonanz. 1/1 stellt das Ganze dar, 2/1 oder 1/2 die Oktave (Unter- und Oberoktave), die 3/1 oder 1/3 die Quinte bzw. die Unterquinte = Quarte, die 4/1 oder 1/4 die Doppeloktave, die 5/1 oder 1 /5  die große Terz bzw. die kleine (Unter)Sexte. Aus diesen Proportionen allein bilden sich sämtliche Dur- und Mollakkorde, die ganze fülle der göttlichen Musik, das Universum, alles ist Schwingung. Gott schuf in der Parabel vom Schöpfungsmythos die Welt in sechs Tagen und sah, dass alles gut war. Am siebten Tag ruhte er. Danach trat in der Parabel der Versucher, der gefallene Lichtengel (Luzifer), das schönste aller Geschöpfe hinzu, das Spannungsreiche, das Färbende, das Unruhige, Bewegende hinzu. Der unbewegte Beweger setzte Alles in Gang. Wer es fassen kann, der fasse es. Unten ist eine Filmreihe von mir zum Mythologem der Schöpfung nach der pythagoreischen Harmonik verlinkt. es lohnt, die Inhalte in einer ruhigen Stunde zu meditieren. Die mittlere siebte Kerze erinnet mich an die Zeugertonlinie (s. Lambdoma 1/1 bis unendlich X/X), die den EinzigEinen, letztendlich Gott symbolisert, den Stamm des Schöpfungsbaumes. Hier ist die Verbindung zu den Sefirot.

(weiterführende Zahlensymbolik im Schöpfungsmythos: Sefirot, (sing.: sefer) sie sind in ihrer Gesamtheit die hebräische Bezeichnung der zehn göttlichen Emanationen im kabbalistischen Lebensbaum. Sie bilden in der lurianischen Kabbala symbolisch den himmlischen Menschen, den Adam Qadmon.)

Sefirot

weitere Folgen hier: http://youtu.be/4obreB4UUYY

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